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Eugene Kaspersky fordert Abschaffung des anonymen Internet

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Internet-Sicherheit  

Sicherheit total - Schluss mit dem anonymen Internet

19.10.2009, 09:19 Uhr | Andreas Lerg

Eugene Kaspersky fordert Internet-Ausweis und Internet-Polizei. (Quelle: dpa)Eugene Kaspersky fordert Internet-Ausweis und Internet-Polizei. (Quelle: dpa) Sicherheits-Guru Eugene Kaspersky fordert Radikales: Das Internet darf nicht mehr anonym sein. Jeder Nutzer soll über einen Internet-Pass eindeutig identifizierbar sein, eine Art Internet-Interpol sollen für Sicherheit und Ordnung sorgen. Mit seinen Forderungen ruft Kaspersky, Chef des gleichnamigen Anbieters von , Kritiker auf den Plan. Diese monieren den vollkommenen Verlust der Privatsphäre.

Eugene Kaspersky fordert, dass der Anonymität im Internet ein Ende gesetzt wird. Gegenüber ZDnet Asia erklärte der russische Sicherheits-Experte: "Jeder Nutzer sollte und müsste identifizierbar sein, oder es müsste Internetpässe geben." Für Kaspersky ist die Anonymität des Internets Hauptursache für viele Probleme.

Internet-Verbot für Widerständler

Die reine Speicherung der IP-Adressen oder eine Nutzerregistrierung in einem Internet-Cafe betrachtet er als mangelhafte Überwachung. könnten diese problemlos umgehen. Sein Rezept klingt ebenso einfach wie radikal: "Ich würde das Design des Internets gerne dadurch ändern, dass ich eine Regulierung einführe. Internet-Ausweise, Internet-Polizei und internationale Abkommen über Internet-Standards. Und wenn einige Länder nicht zustimmen oder sich nicht an die Vereinbarung halten, dann kappt sie einfach ab."

Öffentliches Internet "ein Fehler"

Die Anonymität muss Kaspersky zufolge beendet werden, da sie noch aus den Anfangstagen des Internets besteht. Ursprünglich war das World Wide Web als Kommunikationsmittel von Wissenschaftlern und Militärs gedacht und nicht für die Öffentlichkeit. "Das war eine kleine Gruppe von Menschen, hunderte, vielleicht tausend. Dann wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt, und das war der Fehler", sagte Kaspersky.

Umsetzung sehr teuer und bürokratisch

Kaspersky räumte aber auch ein, dass die Umsetzung seiner Vorschläge nur sehr schwer zu schaffen sei. Das Ganze wäre nicht nur sehr teuer, sondern auch bürokratisch und würde wohl an nationalem Denken scheitern. Da das Internet aber grenzenlos sei und keine Landesgrenzen kenne, müsse man hier auch eine andere Denkweise etablieren. Kasperskys Ideen stoßen durchaus auf Kritik. Matt Zimmerman, Jurist der Electronic Frontier Foundation (EFF), kommentierte die Ausführungen des Russen: "Aber wir sind auch davon überzeugt, dass die Privatsphäre wichtig genug ist, um gegen solche Auswüchse geschützt zu werden." Wenn Sie anonym surfen wollen, lohnt sich ein Blick auf den Softwareload-Ratgeber "Keine Chance für Datenspione."

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