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Murdoch will Google von Wall Street Journal und The Times aussperren

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Boykott im Internet  

Murdoch will Google aussperren

10.11.2009, 09:54 Uhr | dpa

Rupert Murdoch will Suchmaschinen wie Google und Ask.com von den Internetangeboten von "Wall Street Journal" und "The Times" aussperren. (Quelle: dpa)Rupert Murdoch will Suchmaschinen wie Google aussperren. (Quelle: dpa) Boykott gegen und Co.: Rupert Murdoch will die Internetseiten seiner Medienangebote wie Wall Street Journal für sperren. "Das sind Leute, die unsere Geschichten klauen", schimpfte der australische Medienmogul. Murdoch sieht sich durch Google in seinen Einnahmequellen bedroht.

Medienunternehmer Rupert Murdoch will die Internetseiten seiner Angebote für Suchmaschinen und Nachrichtensammler wie Google sperren. "Das sind Leute, die einfach alles aufsammeln und unsere Geschichten klauen", beklagte sich der Medienmogul im Interview mit dem Fernsehsender Sky News Australia. Damit kritisierte Murdoch vor allem Google, nannte aber auch oder Ask.com.

Murdoch will nur zahlende Nutzer im Internet

Die Suchmaschinen sorgten zwar dafür, dass mehr Leute auf die jeweiligen Seiten klickten, loyale Leser würden dadurch aber nicht gewonnen. "Wir wollen lieber weniger Nutzer, aber dann solche, die bezahlen", sagte der Chef des weltweit viertgrößten Medienkonzerns News Corporation. Murdoch hatte kürzlich bereits angekündigt, journalistische Inhalte im Internet nur noch gegen Bezahlung anzubieten. Zu seinem Medienimperium gehören unter anderem das Wall Street Journal in den USA oder The Times in Großbritannien.

Kostenlose Inhalte im Internet ein Fehler?

Nutzer hätten journalistische Inhalte im Internet seiner Ansicht nach nie kostenlos bekommen dürfen. "Wenn sie es lesen wollen, sollen sie auch dafür bezahlen - für Zeitungen zahlen sie ja schließlich auch", sagte Murdoch. "Es kostet uns sehr viel Geld, gute Zeitungen und gute Inhalte zusammen zu stellen." Allein über Werbeeinnahmen im Internet sei das nicht zu finanzieren.

Rundfunksender kritisiert Murdoch

Murdochs Wall Street Journal bietet seine Inhalte bereits kostenpflichtig an. Wird ein Nutzer über die Google-Suche auf einen Artikel der Zeitung verwiesen, kann er sich den ersten Absatz ansehen, für den Rest wird er zur Kasse gebeten. Ein ähnliches Konzept könne er sich auch für den Rest seiner Medien vorstellen, sagte der 78-Jährige. Australiens öffentlicher Rundfunksender ABC nannte die Pläne Murdochs für bezahlte Inhalte im Internet das "klassische Spiel eines Imperiums im Niedergang".

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