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USA: Facebook-Status verschafft Alibi

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Soziale Netzwerke  

Facebook-Eintrag rettet vor Gefängnisstrafe

12.11.2009, 14:05 Uhr | Christian Fenselau

Die Änderung des Facebook-Status wurde als Alibi anerkannt. (Quelle: t-online.de)Die Änderung des Facebook-Status wurde als Alibi anerkannt. (Quelle: t-online.de)

Zum Glück gibt es Facebook: Eine Status-Änderung in dem beliebten sozialen Netzwerk hat einen 19-jährigen New Yorker vor dem Gefängnis bewahrt. Denn der Zeitpunkt des Eintrags stimmte mit der Tatzeit überein, zu der er einen Raub begangen haben soll. Er hatte die Änderung in seinem Facebook-Profil auf dem Computer seines Vaters im New Yorker Stadtteil Harlem vorgenommen. Dieses Alibi reichte als Unschuldsbeweis.

Nicht in sauberer, fehlerfreier Schriftsprache, sondern in schwer zu definierendem "Street slang" stellte der Beschuldigte in seinem Facebook-Status die Frage, wo seine Pfannkuchen seien. "Where's my pancakes?" interpretierte die New York Times den Eintrag. Die Statusänderung erfolgte am 17. Oktober um 11:49 Uhr, die Frage galt seiner Freundin. Der Raub, der dem Angeklagten zur Last gelegt wurde, passierte nur eine Minute später in Brooklyn.

Facebook-Alibi anerkannt

Einen Tag nach dem besagten Raub wurde der Facebook-Nutzer festgenommen und inhaftiert. Der Rechtsanwalt des Beschuldigten wies die Staatsanwaltschaft auf den Facebook-Eintrag hin. Bei der Überprüfung konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass der Zeitpunkt des Status-Eintrags tatsächlich mit dem der Tat übereinstimmt, für die der Angeklagte beschuldigt wird. Er saß also zur Tatzeit an einem Computer und surfte im Internet. Der benutzte Computer befand sich in der 118. Straße in Manhattan, es war der PC des Vaters des Verdächtigen. Die Staatsanwaltschaft sah auch im Kauderwelsch der Einträge Übereinstimmungen und kam daher zu der Entscheidung, dieses Alibi gelten zu lassen und das Verfahren einzustellen.

Jurist meldet Zweifel an

Einen Facebook-Status könne jeder ändern, wenn er Benutzername und Passwort des Nutzers kenne, erklärte Joseph Pollini, Kriminal-Dozent der City-Universität New York. Damit gebe es erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit dieses Eintrags. Da jedoch Zeitpunkt sowie benutzter Computer zweifelsfrei feststehen, hätte der Beschuldigte das Alibi exakt planen müssen. Möglicherweise hatten die Richter auch Zweifel daran, dass der Vater sich im Facebook-Profil seines Sohnes zurechtfindet.

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