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China sperrt BitTorrent-Seiten: Chinesen starten Panik-Downloads

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Download-Panik in China  

BitTorrent-Sperre löst Panik-Downloads in China aus

11.12.2009, 11:45 Uhr | Andreas Lerg

Chinesen laden panikartig massenhaft Dateien aus dem Internet herunter. (Foto: stock.xchng)Chinesen laden panikartig massenhaft Dateien aus dem Internet herunter. (Foto: stock.xchng)Panikartig scheinen viele -Nutzer in China mit Downloads aus einschlägigen Tauschbörsen begonnen zu haben. Der Grund: Der chinesische Staat verbannt mehr und mehr Tauschbörsen und Download-Portale aus dem Internet. Die massive Downloadwelle lässt viele der Filesharing-Seiten derzeit zusammen brechen. Verschiedene Anbieter bemühen sich indes um offizielle Lizenzen, um am Netz bleiben zu dürfen.

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Der 20-jährige Student Huang Shan bedauert im Interview mit der Tageszeitung China Daily: "Ich werde vielleicht nie wieder Hollywoodfilme oder klassische Musik herunterladen können." So wie ihm geht es derzeit vielen Chinesen, den die Zahl der Downloads in China scheint derzeit geradezu zu explodieren. Die chinesische Behörde für Radio, Film und Fernsehen hat damit begonnen, hunderte von Peer to Peer-Tauschbörsen zu schließen und vom Netz zu nehmen. Darunter auch eine der größten BitTorrent-Seite BTChina, die über 50 Millionen Nutzer hat.

Die Lizenz zum laden

Andere noch aktive Downloadseiten in China bemühen sich derzeit um offizielle Lizenzen. Die Tauschbörse VeryCD beispielsweise will die Downloadfunktion eventuell vorübergehend deaktivieren, da der Anbieter derzeit keine Lizenz für die Verbreitung von Audio- und Videodateien hat. Huang Yimeng, Mitgründer des Unternehmens, erklärte gegenüber der Zeitung Beijing News, dass sich die Firma derzeit um eine Lizenz bemüht. Download-Anbietern ohne Lizenz droht die Schließung. Die chinesische Regierung hat seit kurzem die Maßnahmen gegen pornografische Internetseiten sowie Software- und Filmpiraterie deutlich verschärft. So wurde beispielsweise eine Art Kopfgeld für die Meldung von Pornoseiten ausgelobt.

Chinesische Tauschbörsen auch im Ausland beliebt

Das war bisher anders, Chinas Maßnahmen gegen Downloadseiten und Tauschbörsen waren wenig effizient. Daher verzeichnen die entsprechenden Internetseiten auch sehr viele Zugriffe aus dem Ausland. Die chinesischen Nutzer hingegen laden vor allem ausländische Unterhaltungsinhalte wie Musik und Kinofilme herunter. Beliebt sind dabei vor allem auch die Filme und Inhalte, die in China selbst von der Zensur verboten und nicht erhältlich sind.

Chinas Maßnahmen zu hart

Es mehren sich kritische Stimmen zu Chinas neue aggressiver Vorgehensweise gegen Downloadseiten und Tauschbörsen. Hauptkritikpunkt ist, dass durch die Abschaltung der Seiten auch der Tausch legaler Daten entfällt und Unternehmen gefährdet werden. Der Pekinger Internet-Analyst Fang Xingdong warnt in den Medien: "Ich schlage vor, weniger harte Regeln auf Filesharing-Seiten anzuwenden, denn diese müssen immer noch den Markt ernähren."

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