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Twitter als Online-Pranger für betrunkene Autofahrer

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Twitter-Pranger  

Betrunkene Autofahrer am Twitter-Pranger

28.12.2009, 09:03 Uhr | Andreas Lerg

Eben noch betrunken am Steuer und schon auf Twitter am Pranger. (Quelle: t-online.de)Eben noch betrunken am Steuer und schon auf Twitter am Pranger. (Quelle: t-online.de) Im texanischen Montgomery County stehen betrunkene Autofahrer ab sofort bei Twitter am Online-Pranger. Denn wer pusten muss und mit Alkohol am Steuer erwischt wird, findet seinen Namen sogleich im Twitter-Feed des Bezirksstaatsanwaltes. Eine rechtskräftige Verurteilung wird nicht abgewartet. Doch diese Veröffentlichung ist umstritten.

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Staatsanwalt Waren Diepraam, zuständig für die Strafverfolgung von berauschten Autofahrern, hatte die Idee: Wer besoffen Auto fährt, soll zur Abschreckung per Twitter öffentlich an den Pranger gestellt werden. Diepraam in der örtlichen Presse: "Es ist keine Wunderwaffe, die Alkohol am Steuer besiegen wird, aber viele Leute werden es sich zweimal überlegen, sich betrunken ans Steuer zu setzen." Seit den Weihnachtsfeiertagen werden die Namen der ertappten Fahrer im Twitter-Feed des zuständigen Bezirksstaatsanwalte Brett Ligon publik gemacht. Dabei genügt es, erwischt zu werden. Eine rechtskräftige Verurteilung wird nicht abgewartet.

Im Zweifel gegen den Angeklagten?

In den USA ist die Veröffentlichung der Namen von Straftätern durchaus üblich. Zeitungen melden Personen, die wegen Alkohol am Steuer oder anderer Vergehen verurteilt werden. Doch gegen Diepraams Twitter-Pranger regt sich durchaus Widerstand. Paul Kennedy, Strafverteidiger in Houston, Texas, argumentiert gegen die Veröffentlichung der Namen auf Twitter: "Eine Person, die verhaftet wurde, ist so lange unschuldig, bis deren Schuld bewiesen ist. Wird Herr Diepraam im Falle, dass ein Autofahrer von einem Gericht als unschuldig befunden wird, auf Twitter auch eine Entschuldigung veröffentlichen?" Diepraam kommentiert, dass die Veröffentlichung des Namens keinen Einfluss auf eine faire Gerichtsverhandlung habe. Der Twitter-Pranger soll allerdings nur an Feiertagen und

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