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Neuer Personalausweis: Peinliche Software-Panne

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Sonderzeichen machen neuem Personalausweis Probleme

13.01.2011, 12:34 Uhr | t-online.de, t-online.de

Neuer Personalausweis: Peinliche Software-Panne. Weiter Probleme mit dem neuen Personalausweis (Foto: dpa).

Weiter Probleme mit dem neuen Personalausweis (Foto: dpa).

Peinliche Software-Panne im Registrierungssystem für den neuen Personalausweis: Die mit der Ausstellung der Dokumente verbundene digitale Registrierung scheitert bei Bürgern, deren Namen Sonderzeichen enthalten. Das berichtete die Frankfurter Rundschau am Mittwoch. Akzente wie in den Namen René oder Chloé oder Sonderzeichen in Namen wie João bringen die Systeme der Meldeämter zum Absturz. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière hätte mit seinem Namen schlechte Karten. Ohne die digitale Registrierung können die Bürger ihren Ausweis jedoch nicht voll nutzen, etwa für den elektronischen Briefwechsel mit Behörden.

Die Frankfurter Rundschau beruft sich auf Berichte aus verschiedenen Meldeämtern, die Störungen bei der digitalen Speicherung der persönlichen Daten verzeichnet haben. Schwierigkeiten ergeben sich bei Zeichen wie dem Akut (á), der Cedille (ç) und dem Zirkumflex (ê), die mittlerweile in vielen Vor- und Nachnamen zu finden sind. Störungen gibt es bei der digitalen Anmeldung der Ausweise über die so genannten Änderungsterminals in den Ämtern.

Bundesdruckerei weist Schuld von sich

"Da stürzt das ganze System ab, und der eigentliche Vorteil des neuen Personalausweises, die digitale Registrierung, ist hinfällig", zitierte die Rundschau den Berliner Bezirksstadtrat Joachim Krüger. Zwar könnten die Bürger ihren Ausweis abholen, für die digitale Registrierung müssten sie jedoch ein zweites Mal das Meldeamt aufsuchen. Wann das jedoch möglich sein wird, ist noch unklar. Die Meldestellen sehe die Bundesdruckerei in der Verantwortung. Die weist jedoch jede Schuld von sich: "Die Probleme liegen häufig nicht an der Software für den neuen Personalausweis, sondern an der Kompatibilität der von Land zu Land unterschiedlichen Softwareprogramme bei den Meldebehörden."

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Immer wieder Probleme mit neuem Personalausweis

Seit seiner Einführung hat der neue Personalausweis immer wieder für Ärger gesorgt. So entdeckten Experten eine Sicherheitslücke in der sogenannten AusweisApp, die für die Nutzung des Ausweises im Internet nötig ist. Das Leck erlaubte keine Manipulation des Ausweises, ermöglichte jedoch die Manipulation des Computers, auf dem die AusweisApp installiert ist. Entdeckt wurde diese Sicherheits-Lücke von Jan Schejbal von der Piratenpartei. Er führte in einem Experiment vor, wie über die Aktualisierungsfunktion der Software schädliche Programme wie Viren und Trojaner auf einen Computer eingeschleust werden können. Mittlerweile veröffentlichte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine sichere Version der AusweisApp.

Chaos Computer Club knackt Personalausweis

Mit der AusweisApp können Besitzer des neuen Personalausweises Daten des Ausweises in die digitale Welt übertragen, um beispielsweise Online-Einkäufe vorzunehmen oder Versicherungen abzuschließen. Dabei identifiziert sich der Nutzer mit den digitalen Daten seines Ausweises. Bereits im September knackte der Chaos Computer Club (CCC) den neuen Personalausweis. Den Hackern gelang es, die darauf gespeicherte PIN zu ändern.

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