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Steve Jobs: FBI veröffentlicht Akte über Apple-Gründer

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FBI veröffentlicht Akte über Steve Jobs

10.02.2012, 10:00 Uhr | Andreas Lerg, dpa

Steve Jobs: FBI veröffentlicht Akte über Apple-Gründer. Steve Jobs FBI-Akte ist nicht ganz so dick wie die Biographie. (Quelle: dpa)

Steve Jobs FBI-Akte ist nicht ganz so dick wie die Biographie. (Quelle: dpa)

Das FBI hat die Akte von Steve Jobs veröffentlicht. Auf rund 200 Seiten ist nun nachzulesen, was die US-Bundespolizei Anfang der 1990er Jahre über den im Oktober 2011 verstorbenen Apple-Gründer wusste.

Steve Jobs war 1991 als Berater für die Regierung von George Bush Senior im Gespräch. Routinemäßig wurde der Apple-Gründer deshalb von der Bundespolizei FBI durchleuchtet. Das FBI überprüfte dabei nicht nur, ob der Kandidat eine kriminelle Vergangenheit besaß oder ein Sicherheitsrisiko darstellt. Es sollte auch ermittelt werden, ob er als zukünftiger Berater erpressbar war. Das US-Handelsministerium bestätigte am Donnerstag, dass Jobs unter Bush Senior im Exportrat tätig war. Dessen Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und beraten den Präsidenten in Fragen der Handelspolitik.

Unbekannte erpressten Apple und Jobs

Aus der Akte ist unter anderem zu erfahren, dass es im Februar 1985 eine Bombendrohung gab, mit der ein Unbekannter eine Million Dollar von Jobs und anderen Personen erpressen wollte. Den damaligen Ermittlungsunterlagen zufolge rief der Täter bei Apple an und behauptete, er habe Bomben in drei Häusern deponiert. Die Geldübergabe sollte in einem Zug stattfinden. Jobs und die anderen Erpressungsopfer schalteten jedoch das FBI ein. Allerdings wurden weder Bomben gefunden noch der Erpresser ermittelt.

Steve Jobs hatte Top-Secret-Freigabe

Die Akte deckt auch auf, dass Jobs von 1988 bis 1990 den Zugang zu Informationen mit dem Status Top Secret hatte. Seine Firma Pixar, die damals noch Jahre von ihrem ersten großen Animationsfilm entfernt war, bot dem US-Geheimdienst spezielle Software zur Bearbeitung von Satellitenaufnahmen an. Dafür bekam er Zugang zu geheimen Informationen.

FBI befragte Kollegen, Konkurrenten und Nachbarn

Das FBI befragte während der Recherche über 30 Personen im Umfeld von Steve Jobs, von Kollegen bis hin zu Nachbarn. Ehemalige Mitarbeiter beschrieben den Apple-Gründer als unehrlich, manipulierend und bisweilen betrügerisch. Jedes Mittel sei ihm recht, um seine Ziele zu erreichen. Doch selbst seine Kritiker empfahlen ihn laut der FBI-Akte für den Beraterposten.

Jobs nahm LSD und rauchte Marihuana

Einiges aus der FBI-Akte ist bereits aus der im Herbst 2011 publizierten Biographie bekannt, etwa über die Jugendsünden von Steve Jobs. So nahm er LSD und rauchte Marihuana. Auch die Tatsache, dass Jobs eine uneheliche Tochter namens Lisa Brennan-Jobs hat, deren Vaterschaft er anfangs leugnete, ist zwischenzeitlich bekannt geworden.

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