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Roboter als Paketbote  

Wenn der Roboter zwei mal klingelt

06.07.2016, 17:18 Uhr | dpa, AFP

Roboter als autonome Paketboten. Dieser Zustell-Roboter soll Pakete bis 15 Kilo Gewicht liefern. Hermes und die Metro-Gruppe starten die Erprobung in Deutschland. (Quelle: dpa)

Dieser Zustell-Roboter soll Pakete bis 15 Kilo Gewicht liefern. Hermes und die Metro-Gruppe starten die Erprobung in Deutschland. (Quelle: dpa)

Während DHL oder Amazon ihre Kunden bald aus der Luft per Drohne mit Paketen beliefern wollen, starten der Paketdienst Hermes und andere Unternehmen den Test von Robotern als Paketzusteller. Die können nicht abstürzen und schleppen zudem deutlich schwerere Pakete zum Kunden.

Im Gespräch mit der Wirtschaftswoche sieht Hans-Otto Schrader, der langjährige Chef des Versandhandelsriesen Otto, Zustelldrohnen kritisch: "Diese Flieger werden niemals Millionen von Paketen durch die Städte transportieren. Das klingt zwar alles sehr schön visionär, aber allein das Absturzrisiko ist viel zu hoch.“ Deshalb testet der zur Otto-Gruppe gehördende Paketdienst Hermes Roboter als Alternativen.

Test in Deutschland startet

Hermes kooperiert dazu mit der noch junge Firma "Starship" aus Estland. Deren Roboter sind bald nicht nur für Hermes, sondern auch für den Handelskonzern Metro sowie die Lieferdienste Just Eat und Pronto unterwegs. Weitere Tests laufen mit Firmen in der Schweiz und Großbritannien. 

Urbaner "Mars-Rover" schleppt bis zu 15 Kilo

Die Starship-Roboter, die äußerlich an einen großen Mars-Rover erinnern, können in ihrem Paketfach bis zu 15 Kilogramm auf eine Entfernung von fünf Kilometern befördern. In Zukunft sollen sie vollautomatisch auf den Gehwegen unterwegs sein.

Das Gerät erfasst seine Umgebung dafür mit neun Kameras. Bei bisherigen Tests in anderen Ländern wurden die Roboter meist noch von Menschen gesteuert, später soll ein Mitarbeiter über das Internet bis zu 100 der Fahrzeuge überwachen und notfalls aus der Ferne eingreifen können. Starship peilt Kosten von rund einem Dollar pro Zustellung an. Wie viel ein Roboter kostet, verrät das Unternehmen nicht, erwähnt aber, dass diese aus handelsüblichen Bauteilen hergestellt werden und damit günstig zu produzieren seien.

Test soll die Alltagstauglichkeit prüfen

In den Tests sollen Erfahrungen mit dem täglichen Betrieb und echten Lieferungen gesammelt werden, kündigte Starship-Chef Ahti Heinla an. Dutzende der Roboter würden für Testlieferungen in fünf bis sechs Städten eingesetzt. Das Testprogramm werde voraussichtlich in London, Bern, Düsseldorf und in einer weiteren deutschen Stadt beginnen.

Im Anschluss sollen noch andere europäische Städte folgen. Ein ähnliches Programm werde in Kürze auch für die USA gestartet. In Deutschland sind für Tests solcher Roboter auf der Straße Ausnahmegenehmigungen erforderlich.
Auch andere Anbieter arbeiten an solchen Lösungen: So testet die Pizza-Kette Domino's einen eigenen Liefer-Roboter in Australien.

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