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So klingt die allererste Computer-Musikaufnahme

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Nach 65 Jahren restauriert  

So klingt die erste Computer-Musik

26.09.2016, 10:55 Uhr | AFP

So klingt die allererste Computer-Musikaufnahme. Das Alan-Turing-Denkmal in Manchester. Er programmierte die erste Computer-Musik. (Quelle: dpa)

Das Alan-Turing-Denkmal in Manchester. Er programmierte die erste Computer-Musik. (Quelle: dpa)

Wissenschaftler haben die allererste mit einem Computer erzeugte Musikaufnahme restauriert. Diese wurde vor 65 Jahren von dem britische Mathematiker und Informatiker Alan Turing mit einer von ihm entworfenen und gebauten Rechenmaschine erzeugt.

Forschern der Univeristät von Canterbury im neuseeländischen Christchurch ist es nach eigenen Angaben gelungen, die allerersten Aufnahmen von mit Computern generierter Musik zu restaurieren. Die über sechs Jahrzehnte alten Aufnahmen zeigten, dass Alan Turing auch auf musikalischem Gebiet ein Wegbereiter gewesen sei. 

"God save the king" und zwei weitere Stücke

Turings Pionierarbeit bei der Umwandlung des Computers zum Musikinstrument begann in den 40er Jahren und sei bislang wenig bekannt, erklärten sie. Die Musikaufnahmen wurden 1951 in einem Labor im nordenglischen Manchester gemacht. Der von Turing gebaute Rechner war so groß, dass er einen großen Teil des Labors ausfüllte. Der Computer generierte damals drei Musikstücke: Die britische Hymne "God Save the King", das Kinderlied "Baa Baa Black Sheep" und Glenn Millers Swing-Klassiker "In the Mood".

Aufgenommen wurden die Stücke auf einer Schallplatte aus Acetat. Der Klang der Schallplatte sei jedoch verzerrt gewesen, berichteten Forscher Jack Copeland und Komponist Jason Long. Die Aufnahme habe nur eine vage Vorstellung davon vermittelt, wie der Computer damals klang. Mit elektronischer Detektivarbeit, einer Veränderung der Geschwindigkeit und durch das Herausfiltern von Störgeräuschen gelang es den Wissenschaftlern, die Originalaufnahme wiederherzustellen. Das Ergebnis können Sie sich hier anhören.

Erste Noten in den 40er Jahren programmiert

"Es war ein schöner Augenblick, als wir zum ersten Mal den wahren Sound von Turings Computer hörten", beschrieben die Forscher.Turing hatte in den 40er Jahren zwar die ersten Musiknoten für Computer programmiert, sich aber nicht dafür interessiert, daraus ganze Musikstücke zu machen. Aufgenommen wurde die Computermusik schließlich von dem Informatiker Christopher Stratchey.

"Turing Bombe" knackt Enigma

Alan Turing entschlüsselte im Zweiten Weltkrieg für die britische Armee die Nazi-Verschlüsselungsmaschine Enigma. Dazu baute er in einer militärischen Forschungseinrichtung im nördlich von London gelegenen Bletchley Park einen elektromechanischen Computer, die sogenannte "Turing Bombe", mit der die täglich wechselnde Verschlüsselung der Enigma rechnerisch geknackt wurde.

Er legte den Grundstein für die Informatik und arbeitete nach dem Krieg in der Forschung und Lehre für Computertechnik. So entwickelte er 1953 eines der ersten Schachprogramme. Er war homosexuell und wurde bereits 1952 wegen "unsittlicher Handlungen" verurteilt. Er unterzog sich einer medikamentösen Kastration und nahm sich zwei Jahre später im Alter von nur 41 Jahren das Leben. Deshalb blieb ein Großteil seiner Arbeiten auch lange nach Kriegsende unter Verschluss.

Später Ruhm für den Computer-Pionier

Erst 2013 wurde Turing durch Königin Elizabeth II. posthum begnadigt. Heute gibt es den nach ihm benannten Turing Award, die bedeutendste Auszeichnung in der Informatik. Außerdem dient der "Turing-Test" dazu, dass Vorhandenseins von künstlicher Intelligenz zu prüfen.

Turings Leben ist Gegenstand der Filmbiographie "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben", die mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Benedict Cumberbatch spielt darin die Hauptrolle.

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