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Facebook: Betrugsfälle auf Facebook nehmen weiter zu

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Betrugsfälle auf Facebook nehmen weiter zu

22.09.2010, 11:01 Uhr | Andreas Lerg

Betrugsfälle auf Facebook nehmen weiter zu. Facebook wird zum Eldorado der Online-Betrüger. (Foto: dpa)

Facebook wird zum Eldorado der Online-Betrüger. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Online-Kriminelle lieben Facebook: Aufgrund seiner massiven Popularität und der halben Milliarde Nutzer wird das soziale Netzwerk immer mehr zum Tatort von Betrugsdelikten. Facebook räumt dieses Problem mittlerweile offiziell ein und arbeitet an technischen Abwehrmaßnahmen.

Wo sich im Internet viele Nutzer tummeln, gehen Online-Kriminelle auf die Suche nach Opfern. Deshalb mausert sich Facebook zum Eldorado für Betrüger, die Zahl entsprechender Delikte steigt deutlich an. Immer häufiger betrügen Kriminelle unerfahrene Facebook-Mitglieder um Geld. Lord Richard Allan, Leiter der Presseabteilung von Facebook in Europa, räumte in einem Interview mit The Guardian erstmals ein, dass Facebook hier Probleme hat.

Cyberkriminalität gefährlichste Bedrohung

Eine Methode der Betrüger ist die Übernahme eines Nutzer-Kontos, um dann die mit diesem Konto verbundenen Freunde zu bitten, ihnen Geld zu leihen. Die Opfer glauben, einem Freund zu helfen und fallen auf diesen Betrug durch Identitätsdiebstahl herein. Ein spektakulärer Fall von Identitätsdiebstahl widerfuhr Ronald K. Noble, Generaldirektor der internationalen Polizeibehörde Interpol. Cyberkriminelle eröffneten in seinem Namen Facebook-Konten und gaben sich auf Facebook als der Interpol-Chef aus. Auf einer Sicherheitskonferenz in Hongkong erklärte Noble kürzlich: "Bedenkt man die Anonymität des Cyberspace, dann ist die Cyberkriminalität einer der gefährlichsten kriminellen Bedrohungen, der wir jemals begegnen werden."

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Abwehrmaßnahmen geplant

Betrugsdelikte haben die Verbreitung von Spam- und Malware auf Facebook mittlerweile überholt. Lord Richard Allan kündigte deshalb an, dass Facebook verschiedene technische Abwehrmaßnahmen etablieren werde, die den Betrug auf dem sozialen Netzwerk eindämmen sollen. So soll die Seite ungewöhnliches Verhalten eines Nutzers erkennen. Meldet sich beispielsweise ein Mitglied plötzlich aus einer anderen Region oder dem Ausland an, dann muss der Nutzer eine Sicherheitsabfrage absolvieren, bevor er Zugriff auf die Seite bekommt. Die Facebook-Login-Seite zeigt dem Nutzer Bilder seiner Freunde, denen er dann einen korrekten Namen zuordnen muss. Laut Allan könne nur der echte Nutzer des Accounts diese Freunde problemlos identifizieren. Das sei eine von mehreren Schutzmechanismen, die Facebook etablieren wolle. Auch die Verbesserung des Jugendschutzes sei in Arbeit.

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