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Facebook-Timeline für alle: neue Funktion ist bei Experten umstritten

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Facebook zwingt Mitglieder zur Umstellung auf Chronik-Funktion

27.01.2012, 14:40 Uhr | Sascha Plischke

Facebook macht die Timeline zur Pflicht (Screenshot: CNN) Facebook macht die Timeline zur Pflicht

Was bisher Umstritten war, wird nun zur Pflicht für alle User: die Timeline. Mit der Zeitleiste will Facebook erreichen, dass das gesamte Leben des Nutzers auf einen Blick sichtbar ist.

Facebook wird im Lauf der nächsten Wochen die Seiten sämtlicher Nutzer auf das neue Profil-Format Timeline umstellen. Der im September vergangenen Jahres vorgestellte Neuentwurf der bisher bekannten Facebook-Profilseiten heißt in Deutschland Chronik und wurde bislang nur auf ausdrücklichen Wunsch des Nutzers freigeschaltet. Vor der Umstellung soll jeder der insgesamt 800 Millionen Facebook-Nutzer die Gelegenheit haben, die in der neuen Ansicht dargestellten Informationen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen oder zu löschen. Wehren können sich die Nutzer gegen die Umstellung nicht.

Die Umstellung kündigte Facebook in einem eigenen Blog-Post an. Sieben Tage lang sollen die Nutzer vor der Umstellung Gelegenheit haben, die angezeigten Informationen zu prüfen. Danach wird Chronik automatisch aktiviert und ist für jeden sichtbar, der die Profilseite sehen kann. Wer nicht auf die automatische Umstellung warten will, kann jetzt schon zur Chronik-Ansicht wechseln. Einen Weg zurück gibt es jedoch für keinen Nutzer. Facebook bietet im Zuge der Umstellung Profilseiten eine Info-Tour an, die alle Nutzerfragen beantworten soll. Mehr Informationen zum Durchklicken finden Sie auch in unserer Foto-Show mit den wichtigsten Fragen und Antworten zur Facebook-Chronik.

Facebook von der Wiege bis zur Bahre

Facebook will mit der Chronik eine Art Tagebuch oder Archiv für das gesamte Leben seiner Nutzer bieten. Facebook-Mitglieder sollen ihren vollständigen Alltag auf Facebook erfassen und mit anderen teilen können – vollständig nachverfolgbar von der Wiege bis zur Bahre. Das zeigt schon das Image-Video, das das Unternehmen anlässlich der Vorstellung der neuen Funktionen veröffentlichte. Es zeigt das Leben eines Menschen von seiner Geburt über die Geburt seiner Kinder, deren Heranwachsen und ihren eigenen ersten Schritten auf Facebook.

Nach dem Willen von Facebook sollen wir bald live und interaktiv zeigen, welche Musik wir hören und welche Filme wir schauen, was wir kochen und wo wir joggen. Mit der Zeitleiste können sich Nutzer dann ihre Kommentare, Fotos und Freundschaftsbestätigungen an einem Zeitstrahl anzeigen lassen – und Inhalte bis zurück zur eigenen Geburt nachtragen. Facebook gibt dafür Kategorien wie "Neue Arbeitsstelle", "Neues Kind" und "Neues Hobby", aber auch "Gewichtsverlust", "Tätowierung oder Piercing" oder "Erster Kuss" vor. Bei der Präsentation setzt das neue Design auf ein großzügiges Layout mit großformatigen Bildern.

Chronik bei Experten umstritten

Dabei ist die Facebook-Chronik nicht unumstritten. Bereits bei der Präsentation im September war die Chronik-Ansicht auf ein geteiltes Echo gestoßen. "So erzählt man die ganze Geschichte seines Lebens auf einer einzigen Seite", erklärte zwar Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Vorteile der neuen Startseite. Facebook betonte außerdem, dass Nutzer die volle Kontrolle über alle angezeigten Informationen behalten. Einige Beobachter befürchteten angesichts der Datenfülle jedoch Schwierigkeiten beim Schutz der Privatsphäre.

Wer die Chronik aktivieren möchte, muss die Adresse https://www.facebook.com/about/timeline ansteuern. Die Funktion wird allerdings nicht sofort freigeschaltet – Mitglieder haben sieben Tage Zeit, ihre Zeitleiste zu gestalten. In dieser Zeitspanne können die Nutzer auch entscheiden, welche Elemente (Fotos, Apps, besuchte Orte, Beiträge und Kommentare) sie ihren Freunden zeigen wollen. Laut Facebook können Mitglieder genau steuern, welche Inhalte einzelne Freunde sehen dürfen. Nach Ablauf dieser Frist gibt es allerdings kein Zurück. Wer sich einmal für die Chronik-Ansicht entschieden hat, kann nicht wieder zu dem alten Facebook-Design wechseln. Doch natürlich steht es auf jedem Nutzer frei, sein Facebook Konto zu löschen.

27.01.2012, 14:40 Uhr | Sascha Plischke

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