15.03.2012, 09:38 Uhr | Andreas Lerg
Ein angebliches Sexvideo der US-Sängerin Miley Cyrus lockt derzeit Facebook-Nutzer in die Falle. Wer in Erwartung eines heißen Filmes auf das Vorschaubild klickt, bekommt einen Trojaner untergejubelt.
Dieser Screenshot eines Sexvideos, das angeblich Miley Cyrus zeigt, führt in die Falle.Mit einem Vorschaubild auf das vermeintliche Sexvideo, das Miley Cyrus zeigen soll, werden neugierige Facebook-Nutzer geködert. Bei Klick auf den Link öffnet sich allerdings nicht das Video, sondern eine externe Webseite, die dem Layout von Facebook nachempfunden ist. Der Nutzer erfährt über eine Warnmeldung, dass sein Flash-Player veraltet sei und er sich die neueste Version herunterladen müsse, um das Video zu betrachten. Wer jetzt auf "Download it from Adobe" klickt, bekommt weder den Flash-Player installiert noch ein Video zu sehen, sondern infiziert seinen PC mit einem Trojaner.
Damit nicht jeder gleich alles über Sie weiß: So schützen Sie Ihre Privatsphäre. zum Video
Ist der Trojaner einmal aktiviert, dann durchforstet er alle Kontakte auf Facebook und postet im Namen des Nutzers den Link zu dem angeblichen Sexvideo auf dessen Pinnwänden. Außerdem spioniert der Trojaner vermutlich wichtige Daten auf dem Computer aus, um die Zugangsdaten zu Facebook und anderen Diensten zu erbeuten. Sollte Ihr Computer bereits infiziert sein, sollten Sie sofort die Internetverbindung trennen und den Computer mit einer aktualisierten Antivirensoftware auf Schädlinge prüfen. Sicherheitshalber sollten dann auch die Passworte zu den wichtigsten Diensten, Internetseiten und zum Online-Banking geändert werden.
Wer nicht sofort auf den vermeintlichen Updatelink klickt, sondern nur den Mauszeiger darüber bewegt, erkennt an der in der Browser-Statuszeile eingeblendeten Zieladresse, dass es sich nicht um ein Update von Adobe handelt. Adobe verteilt grundsätzlich keine Programmdownloads über fremde Adressen wie hier in diesem Falle cumdumpstertube.com. Um sich gegen solche und ähnliche Gefahren zu schützen, sollte immer ein laufend aktualisierter Virenscanner auf dem Computer im Einsatz sein. Bei akutem Virenbefall kann zusätzlich auch das Microsoft Tool zum Entfernen bösartiger Software helfen.
Quelle: Andreas Lerg
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