19.04.2012, 09:45 Uhr | dapd, t-online.de, t-online.de, dapd
Die "Facebox" auf Norderney bringt Facebook auf die Palme. (Quelle: dapd)
Ein umgebauter Badekarren sorgt für mächtig Ärger zwischen Facebook und der deutschen Nordseeinsel Norderney. In dem "Facebox" getauften Gefährt können Touristen per Webcam Videogrüße für die Heimat aufnehmen, die sie anschließend auf YouTube und auf Norderneys Facebook-Seite veröffentlichen können. Facebook möchte der Stadt Norderney jedoch das Betreiben der "Facebox" untersagen – der Name des Badekarrens unterscheide sich schließlich nur durch zwei Buchstaben von der eigenen Marke, es bestehe Verwechslungsgefahr.
Die Anwälte von Facebook haben Norderney aufgefordert, den Namen "Facebox" wegen Verwechslungsgefahr mit dem kalifornischen Unternehmen nicht mehr zu verwenden. Die Insel lehnte das der Kurverwaltung zufolge jedoch ab. Den Namen für die ausgediente Umkleidekabine hatte der Kurdirektor Wilhelm Loth bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres als Marke schützen lassen. Daraufhin legte Facebook beim deutschen Marken- und Patentamt in München Widerspruch gegen diese Entscheidung ein.
In der "Facebox" können die jährlich bis zu 450.000 Kurgäste über eine Kamera Videobotschaften für die Lieben zuhause aufnehmen. Seit August 2011 habe die Kurverwaltung 200 dieser Botschaften online gestellt, sagte die auf Norderney für neue Medien verantwortliche Inga Devermann. "In der Box sollen unsere Gäste Gesicht zeigen – so sind wir auf 'Facebox' gekommen", erläuterte sie die Namensfindung. Auch Kurdirektor Wilhelm Loth versteht die Aufregung nicht. "Wir wenden uns auf Norderney ausschließlich an Urlauber, die am Badekarren vorbeigehen und dort ihre Videobotschaft aufnehmen wollen", sagte er dem NDR. Facebook und "Facebox" seien völlig verschieden.
"Wenn wir darüber sprechen, dass hier ein Goliath gegen einen David kämpft, kennen wir unsere Rolle sehr genau", sagt Norderneys Marketingleiter Herbert Visser der Nachrichtenagentur dapd. Die Nordseeinsel hat gerade einmal knapp 6000 Einwohner, die Hotels und Pensionen der Nordseeinsel verzeichneten im vergangenen Jahr 3,3 Millionen Übernachtungen. Dagegen steht Facebook mit seinen rund 850 Millionen Mitgliedern und den finanziellen Ressourcen eines internationalen Internet-Konzerns. Der Betrieb des Karrens werde jedoch mit Sicherheit nicht eingestellt, sagte Devermann. "Wenn das Patentamt gegen uns entscheidet, suchen wir uns eben einen neuen Namen."
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