02.08.2012, 10:11 Uhr | Andreas Lerg
Facebook hat 83 Millionen falsche Mitglieder. (Quelle: imago)
Nicht jeder Facebook-Account ist echt: Das soziale Netzwerk hat in seinem ersten börsenpflichtigen Quartalsbericht zugeben müssen, dass rund 83 Millionen aller Nutzerkonten falsche Accounts sind. Fast neun Prozent der derzeit 955 Millionen Nutzer bedienen sich einer falschen Identität.
Seitdem Facebook ein börsennotiertes Unternehmen ist, muss es in Quartalsberichten auch Fakten offen legen, die früher wohlgehütete Geheimnisse blieben. Kurz vor dem Börsenstart von Facebook im Mai berichtete das Unternehmen in einem Börsenprospekt von knapp sechs Prozent so genannter "Fake Accounts". In den am Donnerstag veröffentlichten Quartalszahlen ist der Anteil nun auf 8,7 Prozent gewachsen, was derzeit 83,09 Millionen Facebook-Nutzerkonten entspricht.
Die Zahl der falschen Konten ist allerdings nicht zwangsweise gewachsen. Statt dessen lässt sich der Anstieg damit begründen, dass Facebook mittlerweile differenzierter informiert. Vor dem Börsenstart gab Facebook nur die Anzahl der doppelt und falsch angemeldeten Nutzerkonten an. Jetzt enthält die Aufstellung mehr Details. So haben 4,8 Prozent der Nutzer mehr als ein Facebook-Konto. Weitere 2,4 Prozent der Konten werden von Facebook als "fehlklassifiziert" und 1,5 Prozent als "unerwünscht" bezeichnet.
Ein Nutzerkonto gilt dann als fehlklassifiziert, wenn es als Konto einer Person angelegt wurde, tatsächlich aber eine Firma repräsentiert. Das ist nach den Nutzungsregeln verboten, denn Firmen dürfen zwar Facebook-Seiten, nicht aber Nutzer-Profile anlegen. Als unerwünscht bezeichnet Facebook die Profile, die mit falschen Angaben angelegt wurden, um dann beispielsweise Spam-Nachrichten zu verbreiten oder andere illegale Vorhaben umzusetzen.
Die Nutzungsbedingungen von Facebook verpflichten einen Nutzer, sich mit seinem echten Namen anzumelden. Das soziale Netzwerk überprüft jedoch nicht, ob ein eingegebener Name tatsächlich existiert. Deshalb können sich Personen problemlos mit falschem Namen und frei erfundenen persönlichen Daten anmelden. Das über 83 Millionen Menschen genau das getan haben, dürfte Facebook durchaus missfallen, schließlich sind die Nutzerdaten für Facebook sehr wertvoll. Unter anderem deshalb versuchte das soziale Netzwerk, Nutzer zu motivieren, Freunde mir falschem Namen zu denunzieren.
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02.08.2012, 10:11 Uhr | Andreas Lerg
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