02.11.2012, 11:22 Uhr | t-online.de
Facebook plant Kleinanzeigen. (Quelle: imago)
Facebook soll an einem Kleinanzeigendienst arbeiten, mit dem Facebook-Nutzer Kleinanzeigen im Stream ihrer Facebook-Freunde einblenden können. Vom gebrauchten Kühlschrank über die Mietwohnung bis zum neuen Job, die verschiedensten Offerten sollen bald auf Facebook möglich sein, meldet die Online-Zeitung The Daily.
Die Redaktion von The Daily will die Informationen aus zwei anonymen Quellen innerhalb von Facebook erfahren haben. Facebook arbeitet demnach mit Hochdruck an einer Funktion für Kleinanzeigen. Diese Funktion, die vorläufig noch Marketplace genannt wird, soll es Facebook-Nutzern ermöglichen, kurze bebilderte Anzeigen zu erstellen und sie im Nachrichtenstrom ihrer Freunde anzeigen zu lassen. Damit will Facebook nicht nur Kleinanzeigendiensten Konkurrenz machen, sondern vor allem auch seine Nutzer noch länger auf der eigenen Seite halten und an Facebook binden.
Der neue Service soll Ähnliches bieten wie Inserate in Zeitungen. Ob ein Privatmann gebrauchte Möbel loswerden will oder eine Wohngemeinschaft einen neuen Mitbewohner sucht, all das kann man vielleicht bald via Facebook erledigen. Aber auch Stellenanzeigen sollen dort geschaltet werden. Der Vorteil: Während man auf anderen Portalen gezielt nach Anzeigen suchen muss, soll nach dem Willen von Facebook die Anzeige dort aktiv bei Nutzern eingeblendet werden.
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Facebook hat an der Stelle einen weiteren Vorteil: Durch die Analyse der Nutzerdaten kann das Unternehmen eine Anzeige nur bei den Nutzern einblenden, auf die eine Anzeige abzielt. Bietet also ein Münchner ein WG-Zimmer an, dann sehen nur die Facebook-Freunde die Anzeige, die ebenfalls in der bayerischen Landeshauptstadt wohnen. Ein Nutzer soll eine bei ihm eingeblendete Anzeige aber auch wie einen normalen Eintrag teilen und so weiterverbreiten können.
Damit aber nicht genug, denn in den Anzeigen soll auch das Markieren von Nutzern erlaubt werden. Sieht man selbst eine Anzeige, von der man denkt, dass sie einen anderen Facebook-Nutzer interessieren könnte, so kann man denjenigen in der Anzeige markieren. Damit empfiehlt man ihm die Anzeige weiter und sie erscheint in der Timeline des Nutzers.
Wer eine Anzeige schaltet, muss diese aber nicht nur regional begrenzen. Bei Job-Offerten beispielsweise sollen weitere Kriterien festgelegt werden können. Gibt der Nutzer den Bildungsabschluss an, sehen nur die Facebook-Mitglieder das Stellenangebot, die den erforderlichen Abschluss haben. Ob der Kleinanzeigen Geld kosten werden, ist noch nicht bekannt.
Quelle: t-online.de
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