21.12.2012, 11:25 Uhr | Andreas Lerg / dpa
Facebook testet derzeit den kostenpflichtigen Versand von persönlichen Nachrichten innerhalb des sozialen Netzes. Ausgewählte Facebook-Nutzer können Nachrichten für einen Preis von einem US-Dollar (75 Euro-Cent) an ein anderes Mitglied senden, mit dem sie nicht direkt befreundet sind.
Bei diesem eingeschränkten Probelauf ist die Zahl der Nachrichten, die ein Nutzer auf diese Art und Weise versenden kann, auf eine Nachricht pro Woche beschränkt. Außerdem sind Firmen von diesem Test ausgeschlossen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Blogeintrag mit.
Die bezahlte Nachricht wird direkt in das Postfach des Angeschriebenen zugestellt und landet nicht im Unterordner Sonstiges, der von vielen Facebook-Nutzern nicht beachtet wird. Facebook kommentiert, die Funktion könne etwa dann nützlich sein, wenn es um Job-Angebote gehe oder wenn ein Nutzer einen Künstler nach einem Auftritt anschreiben wolle.
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Die Begründung für diesen Test ist ungewöhnlich. Im Firmen-Blog schreibt Facebook, dass die Erhebung einer kleinen Gebühr wohl der beste Weg sei, um den Versand irrelevanter Nachrichten zu unterbinden. Wer bezahlen müsse, würde nur relevante und nützliche Nachrichten versenden.
Doch Facebook dürfte auch finanzielle Interessen haben. Würde Facebook diese Funktion für alle seine Nutzer einführen, dürfte sich das durchaus lohnen. Bei über einer Milliarde registrierten Facebook-Mitgliedern wäre dies auch bei einem Betrag von unter einem US-Dollar eine wichtige Einnahmequelle für Facebook, die unabhängig von Werbung ist.
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Gleichzeitig hat Facebook in dem Test die Funktion abgeschafft, mit der Nutzer bisher festlegen konnten, wer ihnen Nachrichten schicken darf und wer nicht. Stattdessen gibt es einen neuen Filter, der Nachrichten nach dem Empfang aus dem Posteingang in den Ordner Sonstiges verschiebt. Die Einstellung Einfach lässt Nachrichten von Freunden und Facebook-Mitgliedern, die der Nutzer vielleicht kennt (vor allem Freunde von Freunden) in den Posteingang. Der Rest landet im Ordner Sonstige.
Entscheidet sich der Nutzer für den Filter Streng, dann landen weitestgehend nur noch Nachrichten von Freunden im Posteingang, während der Rest in den Ordner Sonstiges verschoben wird. Genau diese Filtereinstellung kann mit der momentan getesteten "Ein-Dollar-Nachricht" überwunden werden, sodass diese bezahlten Nachrichten auf jeden Fall im Postfach landen.
Quelle: Andreas Lerg / dpa
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