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Facebook-Likes: "Gefällt mir"-Klicks verraten Ihre Geheimnisse

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Persönlichkeitsanalyse auf Facebook per Gefällt mir-Knopf

14.03.2013, 06:51 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

"Gefällt mir"-Klicks verraten mehr, als viele annehmen. Ein Programm erstellt daraus ein sehr genaues Persönlichkeitsprofil.

Zeige mir was Dir gefällt und ich sage Dir wer Du bist: Forscher der britischen Universität Cambridge haben eine clever Webseite programmiert, die aus einer Analyse von "Gefällt mir"-Klicks auf Facebook, mit erschreckender Genauigkeit, ein Persönlichkeitsprofil des jeweiligen Facebook-Nutzers erstellen kann. Die Forscher wollen damit unter anderem zeigen, wie durchschaubar ein Mensch im Internet werden kann.

Öffentlich einsehbare Daten und Angaben über Vorlieben und Interessen einer Person genügen, um ein Profil des jeweiligen Nutzers zu erstellen. Forscher der britischen Elite-Universität Camebridge liefern den Beweis mit der Internetseite www.youarewhatyoulike.com. Wer dieser Seite gestattet, die eigenen "Gefällt mir"-Angaben auf Facebook zu analysieren, bekommt ein Profil seiner Persönlichkeit angezeigt. "Es ist so einfach, den 'Like'-Knopf zu drücken. Es ist so verführerisch", sagte Forscher David Stillwell der Nachrichtenagentur AFP und ergänzte: "Aber dir ist dabei nicht bewusst, dass alle diese 'Likes' dir Jahre später auf die Füße fallen können."

Nutzer verraten per "Gefällt mir" viel über sich

Der "Gefällt mir"-Knopf ist eine zentrale Funktion auf Facebook. Nutzer des sozialen Netzwerkes zeigen damit, was ihnen auf Facebook aber auch im Internet gefällt. Mal ist es ein Bild, mal eine Internetseite, mal ein Statuseintrag eines anderen Nutzers und mal ein Musikstück. Solange der Nutzer seine Privatsphäre-Einstellungen nicht anpasst, sind diese Daten öffentlich sichtbar.

Forschungsprojekt der Uni Cambridge

Forscher der britischen Universität Cambridge und des US-Softwarekonzerns Microsoft haben dazu ein Analysesystem entwickelt. Dazu untersuchten sie die Daten von 58.466 Freiwilligen, die den Forschern Zugriff auf ihre "Gefällt mir"-Angaben gewährten. Diese Daten wurden dann mit mithilfe von Algorithmen, wie sie beispielsweise auch für persönlich zugeschnittene Werbung verwendet werden, analysiert. Mit 88-prozentiger Wahrscheinlichkeit konnten die Forscher durch die Auswertung der "Gefällt mir"-Angaben das Geschlecht der Nutzer erkennen. Mit 95-prozentiger Sicherheit unterschieden sie weiße von schwarzen US-Bürgern. Ebenfalls sehr genaue Ergebnisse lieferte die Analyse für den Beziehungsstatus, die Religionszugehörigkeit und Drogenmissbrauch.

Aussagen über Intelligenz

Den Forschern gelang es sogar, vom Musik-, Film- und Fernsehgeschmack valide Aussagen über die Intelligenz des untersuchten Nutzers abzuleiten. So fanden die Forscher heraus, das Personen, die sich für die US-Satiresendung Colbert Report interessieren, meist sehr intelligent sind. Fans von Harley Davidson gehören laut der Analyse nicht zu den schlauesten Zeitgenossen.

Analyse für jedermann

Die in dem Projekt gewonnen Daten und Erkenntnisse bilden das Fundament der Analysefunktion von www.youarewhatyoulike.com. Jeder Facebook-Nutzer kann auf dieser Internetseite sein Facebook-Konto auswerten lassen, in dem er dazugehörigen Funktion den Zugriff auf sein Facebook-Profil gewährt. Tipp: Wenn Sie wollen, das niemand die Ergebnisse sieht, stellen Sie bei der Freigabe bei der Frage, wer sehen darf, was die App über sie postet, auf "nur ich". Dann wird die App das Ergebnis nicht öffentlich auf Facebook posten.

Persönlichkeitsanalyse

Sobald die Analyse abgeschlossen ist – das geschieht in wenigen Augenblicken – zeigt die Seite die Ergebnisse in Form von Sprechblasen um das Profilbild an. Dort steht beispielsweise zu lesen, dass der Nutzer "eher liberal und künstlerisch als konservativ und traditionell" ist. Unter dem Punkt "Stabilität" steht dann beispielsweise "Eher ruhig und entspannt als stressanfällig".

Profileigenschaft

Trefferquote

Ethnie (Weißer/Schwarzer)

95%

Geschlecht

93 %

Schwul

88 %

Demokrat oder Republikaner

85 %

Christ oder Moslem

82 %

Lesbisch

75 %

Raucher

73 %

Alkoholiker

70 %

Familienstand (gebunden oder Single)

67 %

Drogenabhängig

65 %

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14.03.2013, 06:51 Uhr | t-online.de, dpa, AFP

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