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Facebook-Trojaner verbreitet sich als Video getarnt

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Heimtückische Gefahr  

Facebook-Trojaner blockiert den Browser und späht Passwörter aus

27.08.2013, 20:29 Uhr | t-online.de

Facebook-Trojaner blockiert den Browser und späht Passwörter aus. Neuer Trojaner als Facebook-Video getarnt (Quelle: imago\Michael Weber/ZweiKameraden/Montage)

Ein Trojaner gibt sich als Facebook-Video aus und liest dann Passwörter aus und blockiert den Browser (Quelle: Michael Weber/ZweiKameraden/Montage/imago)

Ein neuer Trojaner verbreitet sich getarnt als Facebook-Video und blockiert den Browser sobald er sich auf dem PC eingenistet hat. Das meldete die New York Times am Montag. Während Google seinen Browser Chrome bereits gegen die Attacken absichert, sollten Firefox-Nutzer vorsichtig sein, welche Links sie im sozialen Netzwerk anklicken. Nutzer des Internet Explorers sind nicht betroffen.

Eine fiese Masche: Ein neuer Trojaner lockt Nutzer von Facebook getarnt als Video in die Falle. Nutzer des sozialen Netzwerks bekämen laut des Technik-Blogs Bits der New York Times E-Mails oder Facebook-Nachrichten geschickt, die vorgeben, der Empfänger sei in einem Facebook-Eintrag verlinkt worden.

Ausspähen und lahmlegen

Sobald die Opfer den erhaltenen Link anklicken, gelangen sie auf eine Internetseite, auf der ein Video auf sie wartet. Um dieses ansehen zu können, ist der Download eines Browser-Plugins nötig. Hinter diesem vermeintlichen Video-Plugin versteckt sich jedoch ein Trojaner, der fortan alle im Browser hinterlegten Daten ausliest – hauptsächlich Passwörter etwa für E-Mail-Konten, Facebook- oder Twitter-Accounts.

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Fiese Betrugsmaschen auf Facebook

Mit Hilfe dieser Daten wiederum verschicken die Entwickler des Trojaners im Namen ihrer Opfer Nachrichten an deren Freunde, um auch diese in die Falle zu locken.

Einmal vom Trojaner befallen, lässt sich der Browser nicht ohne weiteres davon bereinigen. Das schädliche Plugin verwehrt dem Nutzer den Zugriff auf die Einstellungen von Chrome oder Firefox, um die Deinstallation zu verhindern. Außerdem blockt es den Zugriff auf die gängigsten Webseiten, die Anti-Virus-Software im Angebot haben.

Rasante Verbreitung

Carlo De Micheli, ein italienischer Internet-Sicherheitsexperte, gibt im Interview mit der New York Times an, dass sich der Trojaner mit einer Geschwindigkeit von etwa 40.000 Angriffen pro Stunde verbreiten würde. Laut seiner Aussage seien mehr als 800.000 Chrome-Nutzer betroffen.

Da die schädliche Erweiterung nicht die erste ihrer Art ist, haben die vermutlich aus der Türkei stammenden Entwickler inzwischen einen Weg gefunden haben, wie sie auch Firefox angreifen können. Die Zahl der infizierten PCs könnte sich also schnell erhöhen.

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Alle Daten auf Facebook sichern und herunterladen.

Facebook und Google halten dagegen

Sowohl Google als auch Facebook sind unterdessen alarmiert und wirken der Verbreitung entgegen. Google gab an, dass man schon einige verdächtige Inhalte aus dem Chrome Web Store entfernt habe und an einem Automatismus arbeite, der den Trojaner eigenständig entdeckt.

Facebook auf der anderen Seite hat bereits angefangen, fragwürdige Links in Nachrichten zu entfernen bzw. diese zu blocken, sodass Nutzer sie nicht mehr anklicken können.

Mozilla dagegen scheint noch keine ernsthafte Gefahr für seinen Firefox zu sehen und empfiehlt dessen Nutzern lapidar, darauf zu achten, welche Links man im Internet anklicke. So könne man sicher gehen, dass nur seriöse Software installiert wird.

Ruhe bewahren

Wer sich den Trojaner aber doch einhandelt, sollte zunächst mit einem anderen Browser, zum Beispiel dem Internet Explorer, eine aktuelle Anti-Virus-Software herunterladen und seinen PC scannen lassen. Außerdem ist empfehlenswert, alle Passwörter, die im befallenen Browser gespeichert waren, möglichst schnell zu ändern. So lässt sich verhindern, dass die Entwickler des Schädlings Zugriff auf E-Mail-, Facebook- oder Twitter-Konten erhalten.

 
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