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eBay Betrug: Preistreiber wegen Shillbidding verureilt

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eBay-Preistreiber wegen Betrugs verurteilt

06.07.2010, 11:42 Uhr | Andreas Lerg

eBay Betrug: Preistreiber wegen Shillbidding verureilt. Preistreiberei auf eBay ist kein Kavaliersdelikt, denn das sogenannte "Shillbidding" ist Betrug. (Bild: dpa)

Preistreiberei auf eBay ist kein Kavaliersdelikt, denn das sogenannte "Shillbidding" ist Betrug. (Bild: dpa)

Ein 39-jähriger Brite ist zu einer Geldstrafe von 6000 Euro und 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden, weil er auf eBay mit einem zweiten Nutzerkonto die Preise seiner Auktionen in die Höhe getrieben hatte. Das sogenannte Shill bidding ist aber auch in Deutschland kein Kavaliersdelikt.

Der britische eBay-Händler Paul Barrett bot auf seinem eBay-Mitgliedskonto unter anderem Autos, Mobiltelefone und Digitalkameras für verlockend günstige Startpreise zum Verkauf an. Er benutzte ein zweites Mitgliedskonto, um die Preise seiner Auktionen in die gewünschte Höhe zu treiben. Die eBay-Regeln verbieten dieses sogenannte Shill bidding. Bestraft wurde Barrett, weil seine Preistreiberei bei den Lockvogelangeboten einen Betrugstatbestand darstellte. Verkäufer müssen verschiedene Spielregeln beachten, um Ärger wie beispielsweise auch Abmahnungen zu vermeiden.

Betrüger stolpert über eigene Dummheit

Wie das Internetmagazin The Register berichtet, wurde Barrett von einem Kunden bei der britischen Verbraucherschutzorganisation Trading Standards Institute angezeigt, weil dieser ihm einen Minibus mit manipuliertem Tacho verkauft hatte. Auf die Schliche kamen ihm die Fahnder, weil sich Barett nicht all zu schlau angestellt hatte: Für das das zweite Konto nutzte er die gleichen Kontaktdaten und denselben Internetanschluss wie für sein Händlerkonto. Der Richter verhängte mit 5000 Pfund, umgerechnet 6000 Euro, und 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit eine vergleichsweise milde Strafe, da Barrett geständig und bisher unbescholten gewesen war.

Kein Kavaliersdelikt sondern Betrug

Nicht nur eBay verbietet das Shill bidding in seinen Geschäftsbedingungen und ahndet es mit Sanktionen, die bis zum Ausschluss des Nutzers führen können. Gravierender: Diese Preistreiberei ist aus juristischer Sicht ein Betrugsdelikt. Die Strafe kann in minder schweren Fällen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren sowie bei schweren Fällen bis zu zehn Jahren betragen. Dabei ist es gleichgültig, ob ein Kunde tatsächlich durch die Preistreiberei betrogen wurde oder nicht. Bereits der Versuch ist strafbar. Als Käufer reicht oft schon der gesunde Menschenverstand und ein paar einfache Tipps, um sich vor eBay-Betrug zu schützen.

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