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Google hebelt beim Apple-Browser Safari den Datenschutz aus

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Google trickst Apple-Browser aus

21.02.2012, 09:32 Uhr | Andreas Lerg

Google trickst Apple-Browser aus. Google unterwandert Datenschutz von Safari-Browser. (Quelle: imago)

Google unterwandert Datenschutz von Safari-Browser. (Quelle: imago)

 

Der Internetkonzern Google hat offenbar mit einem Trick systematisch die Datenschutz-Einstellungen im Safari-Browser des Rivalen Apple ausgehebelt. Auf den iPhones, iPads und Computern landeten dadurch ohne Zustimmung der Nutzer auch dann so genannte Tracking-Cookies abzusetzen, wenn die Nutzer dies eigentlich verboten hätten, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag. Mithilfe der winzigen Dateien sei es Google und seinen Werbekunden potenziell möglich, das Verhalten von Millionen Apple-Nutzern aufzuzeichnen, hieß es.

Der Safari-Browser von Apple ist standardmäßig so eingestellt, dass er Cookies von Drittanbietern ablehnt. Mit solchen Cookies sammeln Google und andere werbetreibende Unternehmen verwertbare Nutzerdaten ein, um Nutzer-Profile erstellen zu können. Mit diesen Profilen können dann Werbeanzeigen auf Internetseiten eingeblendet werden, die möglichst die Interessen des jeweiligen Nutzers treffen sollen. Der Safari-Browser schützt die Daten der Nutzer bereits "ab Werk". Doch nicht nur Google hat einen Weg gefunden, diesen Schutz zu unterlaufen.

Google und Co schleusen Code ein

Aufgedeckt hat den heimlichen Datendiebstahl der Wissenschaftler Jonathan Mayer von der Stanford University. Laut Mayer schleust nicht nur Google, sondern auch Vibrant Media und Werbeanbieter über ihre Anzeigen einen Code ein, der in der Lage ist, Nutzerdaten auch ohne Cookies auszulesen und an die Firmen zu übertragen. Das geschieht, ohne das der Nutzer es bemerkt, geschweige denn um Erlaubnis gefragt wird. Google wiederspricht der Darstellung und erklärt, man habe lediglich eine bekannte Funktion in Safari ausgenutzt, um eingeloggten Google-Nutzern bestimmte Funktionen zur Verfügung stellen zu können. Unternehmenssprecherin Rachel Whetstone betonte: "Die angesprochenen Werbe-Cookies sammeln keine persönlichen Informationen." Dennoch hat Google die kritisierte Funktion derzeit abgeschaltet.

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Betroffen sind iPhone und iPad aber auch Mac und PC

Das Wall Street Journal prüfte die 100 beliebtesten Internetseiten der USA auf den trickreichen Spionage-Code. Mit der mobilen Version von Safari, die auf dem iPhone und iPad zum Einsatz kommt, entdeckte die Redaktion die umstrittene Funktionalität in Anzeigen auf 23 Seiten. Die Besitzer der mobilen Apple-Geräte sind besonders betroffen, da sie meist den serienmäßigen Safari-Browser verwenden und die Nutzung eines alternativen Browsers auf dem iPhone oder iPad etwas umständlich ist. Mit der Mac-Version des Apple-Browsers wurden die Redakteure auf 22 Seiten fündig. Da es auch eine PC-Version von Safari gibt, funktioniert dieser Codespitzel auch auf dem PC.

Apple arbeitet an einer Lösung

Apple erklärte auf Nachfrage des Wall Street Journals, das man an einer Lösung arbeite, mit der diesem Treiben der Werbewirtschaft ein Riegel vorgeschoben werden könne. Während andere Browser in den Standardeinstellungen Cookies von Drittanbietern und damit von Werbeanbietern zulassen, liefert Apple seinen Browser mit der hohen Schutzeinstellung aus. Es ist durchaus möglich, dass der Spionagecode auch die Schutzeinstellungen anderer Browser unterwandert, um Nutzerdaten zu sammeln.

 
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