19.04.2012, 14:01 Uhr | Andreas Lerg
Google warnt 20.000 Betreiber von verseuchten Webseiten. (Quelle: stock:xchng)
Per E-Mail hat Google 20.000 Betreiber von Internetseiten alarmiert, dass ihre Seiten mit Schadcode verseucht sind. Der von Hackern eingeschleuste Schadcode leitet Besucher dieser Seiten auf gefährliche Internetseiten um. Der Hacker-Code steckt in einem JavaScript, das unbemerkt auf den Seiten eingeschleust wurde.
Steuert ein Besucher eine derart verseuchte Internetseite an, wird er auf eine andere, mit Schadsoftware präparierte Seite umgeleitet. Das Ziel der feindlichen Umleitungen sind meist mit Viren und Schädlingen verseuchte Malware-Seiten. Dort lauern beispielsweise sogenannte Drive-by-Downloads, über die der Computer des Opfers dann mit einem Trojaner oder anderer Schadsoftware infiziert wird. Hacker platzieren diese heimlichen Umleitungen gerne auf beliebten Internetseiten. Für das Einschleusen ihres manipulativen Codes nutzen sie Schwachstellen in den Systemen der Server aus, auf dem die Seite betrieben wird.
Matt Cutts, Leiter des Google Webspam-Teams, gab über Twitter bekannt, dass Google eine E-Mail an 20.000 Betreiber von Internetseiten geschickt habe, um diese vor einer möglichen Infiltration ihrer Seite mit Schadcode zu warnen. Die Weiterleitung der Besucher durch den manipulierten Code sei so raffiniert, dass die Hacker nur bestimmte Besucher der Internetseiten auf andere Ziele im Internet umleiten könnten. Um eine schnelle Entdeckung der Manipulation zu verhindern würden häufige Besucher der Seite sowie die Seitenbetreiber selbst nicht umgeleitet – nur neue Besucher, die die Manipulation weniger wahrscheinlich bemerken, werden zu den Malware-Fallen geschickt.
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Seit 2010 warnt Google Webseitenbetreiber über Sicherheitsmängel auf deren Seiten. In der aktuellen Mail bietet Google über einen Link auch eine "Reparaturanleitung" an, mit der eine Internetseite bereinigt und die Sicherheitslücke geschlossen werden kann. Webseitenbetreiber können testen, ob Google Sicherheitsrisiken auf ihren Seiten gefunden hat, indem sie die folgende URL aufrufen: http://www.google.com/safebrowsing/diagnostic?site=www.ihredomain.de Dabei ist www.ihredomain.de durch die zu untersuchende Internetadresse ohne das vorangestellte http:// zu ersetzen.
Quelle: Andreas Lerg
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