02.05.2012, 10:42 Uhr | Andreas Lerg
Der Internet Traffic Report meldet Probleme mit dem Internet. (Quelle: imago)
Das Internet verliert immer mehr an Tempo. Das hat der Netz-Dienstleister Akamai Technologies in regelmäßigen Messungen festgestellt. Die Ursachen sind jedoch nicht exakt auszumachen. Immerhin wird die Hälfte des Datenverkehr von Robotern verursacht. Zudem sinkt die Qualität der Datenübertragung.
Akamai veröffentlicht vierteljährlich seinen Statusbericht State of the Internet und informiert darin über seine Messungen des Internet-Datenverkehrs. In dem letzten Report stellt das Unternehmen fest, dass im vierten Quartal 2011 der weltweite Datendurchsatz im Internet um rund 14 Prozent gesunken ist. Die wachsende Anzahl langsamer, mobiler Internetverbindungen kann als Ursache ausgeschlossen werden, da Akamai diese Daten aus seinen Erhebungen heraus rechnet.
Daher bleiben die genauen Ursachen für den Geschwindigkeitsverlust bislang unklar. Bereits im Januar meldete der renommierte Dienstleister AnalogX in seinem Internet Traffic Report, dass es im Web vermehrt zu Störungen komme und die Qualität der Datenübertragung stetig abnehme. Das zeige sich durch die Tatsache, dass bei der Datenübertragung immer mehr Datenpakete auf der Strecke bleiben. Dadurch entstehen Lücken im Datenstrom, die sich auch auf die Geschwindigkeit auswirken.
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Akamai veröffentlicht in seinem aktuellen Bericht auch ein Ranking der Internet-Geschwindigkeit der Länder. Deutschland hat es darin nicht unter die ersten zehn geschafft. Am schnellsten surfen die Bewohner von Südkorea, Japan und Hongkong. In Europa liegen die Niederlande, Lettland, die Schweiz, Irland, Tschechien, Rumänien und Belgien auf den vorderen Plätzen. Weltweit liegen die USA auf Platz 13 und haben bei der Geschwindigkeit deutlich eingebüßt, denn im Quartalsvergleich ist das Internet in den USA um 5,3 Prozent langsamer geworden.
Immerhin ist Deutschland auf Platz zehn der Rangliste bei der Breitbandversorgung – 92 Prozent der deutschen Internetnutzer sind mit Internetanbindungen ausgestattet, die schneller als 2 Megabit pro Sekunde sind. Weltweiter Spitzenreiter bei der Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen ist jedoch die britische Isle of Man. 97 Prozent aller dort lebenden Internetnutzer surfen mit 2 Megabit pro Sekunde oder schneller. Die USA schaffen nur eine Breitbandabdeckung von 80 Prozent. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 66 Prozent.
Akamai Technologies ist ein Dienstleiter, der am am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entstanden ist. Ende der 1990er Jahre schlossen sich Forscher und Internetexperten mit dem Ziel zusammen, das Internet schneller zu machen. Damals wurde WWW oft noch mit "World Wide Wait" (Weltweites Warten) übersetzt.
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Quelle: Andreas Lerg
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