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    eBay kassiert doch nicht selbst und sagt sein neues Bezahlverfahren ab

    03.11.2012, 12:50 Uhr | Andreas Lerg, dpa

    eBay kassiert doch nicht selbst und sagt sein neues Bezahlverfahren ab. eBay setzt auf neues Zahlungsverfahren. (Quelle: imago)

    eBay setzt auf neues Zahlungsverfahren. (Quelle: imago)

    eBay hat die Einführung seines für 2013 geplanten neuen Zahlungssystems auf unbestimmte Zeit verschoben und damit vorerst abgesagt. Das teilte der Deutschland-Chef Dirk Weber dem Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche mit. Begründet wird die Entscheidung mit regulatorischen Problemen und der ungeklärten Frage, ob das System Käufern und Verkäufern tatsächlich die gewünschten Vorteile bringen kann.

    Wie die Wirtschaftswoche berichtet, hat eBay die Einführung seines neuen Zahlungssystems abgesagt. "Es bestehen erhebliche Unklarheiten, wie die neue Zahlungsabwicklung sowohl den regulatorischen Anforderungen gerecht werden und gleichzeitig die gewünschten Vorteile für Käufer und Verkäufer bieten kann“, erklärte eBay-Deutschland-Chef Dirk Weber der Wirtschaftswoche. Schon im Sommer wurde klar, dass sich die eigentlich für 2012 geplante Umstellung auf das neue Verfahren wegen größerer Probleme verzögert.

    eBay wollte selbst Zahlungen abwickeln

    Bei dem neuen System sollten über eBay gekaufte Artikel nicht mehr direkt beim Verkäufer bezahlt werden. Stattdessen wollte eBay selbst die Zahlungen entgegen nehmen und abwickeln. Mit dem neuen Bezahlverfahren hätte der Verkäufer die Kaufpreisforderung gegen seinen Kunden an eBay abgetreten. eBay hätte also die Rechnung gestellt, kassiert und wäre damit zum Vertragspartner des Käufers geworden. Für den Käufer hätte sich nach der Einführung im Ablauf fast nichts geändert, denn er hätte mit den bekannten Zahlungsverfahren bezahlen können. Laut eBay sollte das neue System ein deutlich höheres Maß an Sicherheit bieten, da eBay-Betrüger, die kassieren ohne zu liefern, dann keine Chance mehr gehabt hätten.

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    Neues Zahlungssystem stand unter keinem guten Stern

    Von Anfang an gestaltete sich das Konzept für eBay schwierig. Für die Einführung hatte die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Lizenz nach dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) gefordert. eBay hatte ursprünglich geplant, die notwendige Lizenz von der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF zu erwerben, da eBay seinen europäischen Unternehmenssitz in Luxemburg hat. Die CSSF hatte eBay nach eigener Aussage zuvor die Auskunft erteilt, dass für die neue Zahlungsabwicklung keine Lizenz nach dem deutschen Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz nötig sei.

    Neues Verfahren mit 500.000 Verkäufern getestet

    eBay hatte im Herbst 2011 einen Pilotversuch mit dem neuen System gestartet. Laut eBay sollen dabei bereits mehr als 500.000 Verkäufer das Verfahren genutzt haben.

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