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15 Jahre Haft für Raubkopien

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15 Jahre für sechs Raubkopien

14.11.2012, 16:39 Uhr | t-online.de

15 Jahre Haft für Raubkopien. Internetnutzer am Bildschirm vor einer Internet-Tauschbörse (Quelle: dpa)

Zeitungsente löst Debatte über Vererbung von MP3-Downloads aus. (Quelle: dpa)

Für den Verkauf fünf illegal kopierten Kinofilmen und einer Musik-CD ist ein 37-Jähriger zu 15 Jahren Haftstrafe verurteilt worden. Wie das Branchenportal Torrentfreak meldet, feiert die RIAA (Verband der Musikindustrie in den USA) das Gerichtsurteil im US-Bundesstaat Mississippi als Schlag gegen einen Serienkriminellen. Der Täter ist allerdings, was Raubkopien angeht, bereits einschlägig vorbestraft.

Die Handvoll Silberscheiben waren nur eine kleine Auswahl im großen illegal zusammenkopierten Repertoire des 37-Jährigen, denn bei einer Durchsuchung am seinem Wohnort in der Ortschaft Hazlehurst fanden die Polizisten Kopiervorrichtungen und insgesamt Raubkopien auf 10.500 DVDs und CDs. Beim Verkauf der Raubkopien geriet der Mann an einen verdeckten Ermittler. Die Polizei fand in der Wohnung auch Waffen, von denen jedoch nicht geklärt worden ist, ob deren Besitz illegal war.

Vorstrafe wegen Angriff gegen einen Polizisten

Neben der Tätigkeit als Kopierpirat fiel der Verurteilte auch durch andere Straftaten auf. So wurde er vor 17 Jahren zu fünf Jahren Haft verurteilt, weil er einen Polizisten tätlich angegriffen hatte. 2003 müsste er eine einjährige Arreststrafe wegen CD-Piraterie verbüßen. Das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass das Gericht in Mississippi jetzt die gesetzlich zulässige Höchststrafe verhängte. Der Angeklagte hatte während der Ermittlungen zwar mit der Justiz kooperiert, doch das Gericht ließ keine Gnade walten. Nach dem Absitzen der Haftstrafe ordnete der Richter weitere drei Jahre Beobachtung an.

Die RIAA (Recording Industry Association of America) vertritt die Rechte der Musikindustrie in den USA und begrüßte das Urteil. Die Verurteilung zeige, dass der Diebstahl geistigen Eigentums als ernsthaftes Verbrechen verfolgt werde, schrieb der Verband in einer Stellungnahme.

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