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"Dash"-Button: Verbraucherschützer kritisieren Amazon-Bestellknopf

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Verbraucherschützer kritisieren Amazons Bestellknopf "Dash"

16.09.2016, 12:36 Uhr | t-online.de

"Dash"-Button: Verbraucherschützer kritisieren Amazon-Bestellknopf . Zahnpasta oder Rasierschaum leer? Ein Knopfdruck reicht, um Nachschub zu ordern. (Quelle: Hersteller)

Zahnpasta oder Rasierschaum leer? Ein Knopfdruck reicht, um Nachschub zu ordern. (Quelle: Hersteller)

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die neu eingeführten Bestellknöpfe des Online-Versandhändlers Amazon kritisiert. Mit den "Dash" genannten Knöpfen können ganz bestimmte Produkte ohne weiteren Aufwand immer wieder nachbestellt werden.

Ist das Waschpulver leer, kann es durch Drücken eines an der Waschmaschine angebrachten Bestellknopfes direkt nachgeordert werden. Amazon führt diese Nachbestellfunktion für diverse Verbauchsprodukte vom Shampoo über Toilettenpapier oder Kondome bis hin zum Tierfutter ein. Doch Verbraucherschützer kritisieren diese Bestellmethode.

Keine Preistransparenz für den Käufer

Verbraucherschützer kritisieren die fehlende Preistransparenz dieser Bestellfunktion. Der Kunde könne beim Druck auf den Bestellknopf nicht erkennen, wie viel das Produkt gerade koste und ob es bei Mitbewerbern nicht günstiger zu bekommen sei, kritisiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Gerade wer mehrere der vernetzten Knöpfe bedient, könne so schnell den Überblick verlieren und mehr Geld ausgeben als geplant.

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Dash sammelt Daten

Ein weiterer Kritikpunkt ist die mit der Benutzung von Amazons Diensten einhergehende Datensammelei. Amazon kann mit jedem Knopfdruck Kaufzyklen, favorisierte Packungsgrößen oder die Loyalität zu einer Marke ermitteln. Der Kunde wird durchschaubar.

Teurer, wenn man nicht hinsieht

Schlimmstenfalls könnten Kunden so auf sie zugeschnittene Preise erhalten – dynamisches Preismanagement heißt das im Fachjargon. Dann könnte ein Kunde, der seinem Verhaltensprofil zufolge nur selten Preise vergleicht, einen höheren Preis zahlen als ein Sparfuchs. Nutzermeinungen aus den USA, wo es die Bestellknöpfe schon länger gibt, bestätigen diese Kritik. Dort beschweren sich Amazon-Kunden, dass die Artikel von einer Bestellung zur nächsten zum Teil deutlich teurer geworden seien.

Wie funktioniert "Dash"?

Der "Dash" ist ein kleiner Knopf, der per WLAN ins Heimnetz eingebunden wird und so den Bestellvorgang auslöst. Über eine App können ihm bestimmte Aktionen zugewiesen werden – etwa die Bestellung von Waschpulver. Mit einem Knopfdruck wird dann direkt das gewünschte Produkt bei Amazon bestellt und geliefert.

Bei einer Bestellung erhält der Nutzer eine Benachrichtigung auf seinem Smartphone. Da die Knöpfe kein Display haben, ist das der erste Moment, in dem der Kunde den Preis der aktuellen Bestellung sieht.

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Amazon verkauft die Bestellknöpfe für 4,99 Euro das Stück. Der Kaufpreis wird mit den ersten Direktbestellungen verrechnet. Zur Nutzung der kleinen Geräte muss der Kunde außerdem Mitglied bei Amazon Prime sein, was 49 Euro pro Jahr kostet. Einem "Dash" kann nur ein Produkt zugewiesen werden. Für jedes Produkt, dass der Kunde per Knopfdruck ordern will, braucht er also einen separaten "Dash".

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