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Amazon kann Preisvergleich per Smartphone in Läden behindern

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Gegen "Beratungsdiebstahl"  

Amazon kann Preisvergleich per Smartphone in Läden behindern

19.06.2017, 10:08 Uhr | hd, t-online.de

Amazon kann Preisvergleich per Smartphone in Läden behindern. Geschaut wird im Laden, gekauft eher online: Hugendubel--Buchhandlung (Quelle: imago/Symbolbild)

Geschaut wird im Laden, gekauft eher online: Hugendubel--Buchhandlung (Quelle: Symbolbild/imago)

Immer mehr Einzelhändler bekommen den Druck der Online-Konkurrenz zu spüren. Hauptärgernis ist der sogenannte "Beratungsdiebstahl", wenn Kunden sich im Laden beraten lassen und online bestellen. Amazon hat ein Patent angemeldet, dass solche Preisvergleiche in Shops eindämmen kann. Doch es lässt sich mit einem Trick überwinden.

Wechselt Amazon die Seiten? Der Online-Versandriese will mit einem Patent lokale Läden stärken. In den Geschäften überprüfen viele Kunden die Preise direkt auf dem Smartphone. Das Amazon-Patent beschreibt, wie Im Laden die Internet-Aktivität der Kunden ausgewertet wird. "Findet ein Kunde online einen günstigeren Preis als im Geschäft, kann der Ladenbetreiber reagieren - etwa mit einem Preisnachlass", erklärt Heise.de.

Geschäfte gehen günstigere Online-Preise mit

Das Patent heißt "Physical Store Online Shopping Control" und funktioniert so: Der Kunde klinkt sich in das WLAN eines Geschäfts ein und seine Nutzung wird ausgewertet. Entdeckt der Kunde ein günstiges Angebot bei der Online-Konkurrenz, erhält er ein Gegenangebot oder einen Gutschein von dem Shop angeboten, in dem er sich befindet. Auch Mitarbeiter können den suchenden Kunden ansprechen.

Der Standort des Kunden wird durch Zugangspunkte, so genannte "Access Points" ermittelt. Als drastischste Methode kann der Zugang zum Internet eingeschränkt werden. Das würde das Online-Preisvergleichen im Laden ganz verhindern. Doch diese totale Netz-Sperre ließe sich relativ leicht überwinden: Sobald der Kunde aus dem WLAN des Ladens in das Mobilfunknetz wechselt, hat er wieder freien Zugriff auf alle Inhalte. 

Amazon hat das Patent schon vor fünf Jahren eingereicht und könnte es nun zuerst in seinen eigenen Läden einsetzen. Bis jetzt gibt es noch keine Berichte, dass es tatsächlich eingesetzt wird.

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