09.12.2010, 14:16 Uhr | t-online.de
Wichtiger Sicherheits-Hinweis: Notebook-Tastaturen nicht mit Seife und Bürste reinigen. (Montage: t-online.de)
Die Oma schrubbt mit der Wurzelbürste das Notebook des Enkels blitzblank sauber und zerstört dabei den Computer. Ein Krimineller will Beweise vernichten, indem er eine Festplatte im Klo herunter spült. Der im Aquarium versenkte Rechner wird im Backofen getrocknet. Es gibt viele tausend kuriose Wege, auf denen wertvolle, digitale Daten verloren gehen können. So unglaublich diese spektakulären Fälle klingen, sie sind passiert. In diesen und anderen Fällen gelang es Spezialisten, die Daten zu retten.
Das Gejammer ist groß, wenn digitale Daten verloren gehen. Musikliebhaber kaufen Musik nur noch als MP3-Download, Anwender speichern wichtige Korrespondenzen oder auch ganze Steuererklärungen nur noch auf der Festplatte. Fotografen knipsen Bilder ausschließlich digital. Da kann der Verlust dieser Daten eine echte Katastrophe sein. Besonders schwierige Fälle führen sogar professionelle Datenretter mitunter an ihre Grenzen. Auf Datenrettung spezialisierte Unternehmen wie Attingo und Kroll Ontrack veröffentlichen deshalb immer wieder Listen mit den besten Pannen des Jahres. Wir haben daraus die schönsten Daten-Desaster der vergangenen Jahre ausgewählt.
Manchmal sind die Beinahe-Katastrophen Resultat von technischem Unverständnis, so wie im Fall der putzwütigen Großmutter eines Berliner Studenten. Dessen weißes Notebook hatte reichlich Schmutz angesetzt, was der reinlichen Frau wohl ein Dorn im Auge war. Mit Wurzelbürste und Seifenschaum rückte die Frau dem Computer zu Leibe. Danach war das Gerät zwar wieder blütenweiß – leider aber auch defekt. Die Daten konnten später jedoch gerettet werden.
Ein ganz anderer Wasserschaden war Folge eines handfesten Ehestreits. Weil der Ehefrau das Aquaristik-Hobby ihres Mannes zu weit ging, griff sie zu drastischen Mitteln, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Kurzerhand versenkte sie das Notebook ihres Mannes im Aquarium, über das er sich stundenlang in Internet-Foren mit anderen Aquaristik-Freunden ausgetauscht hatte. Der Mann versuchte daraufhin, seinen Computer im Backofen zu trocknen – was dem Gerät und der Festplatte darin natürlich den Rest gab. Die darauf gespeicherten Aquarien-Fotos konnten die professionellen Datenretter jedoch wieder herstellen.
Computer, Radio, Fernsehen: Kennen Sie die größten IT-Irrtümer und Fehleinschätzungen der High-Tech-Industrie? IT-Irrtümer
Wer wichtige Daten auf seinem Computer hat, sollte häufig Sicherungskopien davon anlegen. Regelmäßige automatische Backups auf einer externen Festplatte sind im Notfall die Rettung. Die Daten können nach der Wiederherstellung des Computers wieder aufgespielt oder auf einen neuen Computer übernommen werden. Gängige Backup-Lösungen kümmern sich selbständig um die Sicherung aller relevanter Daten. Ausführliche Informationen rund um das Thema Backup finden Sie zum Beispiel bei Softwareload.
Quelle: t-online.de
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