Startseite
Sie sind hier: Home > Digital > Sicherheit >

Ukash: Bundeskriminalamt-Trojaner erpresst Nutzer

...

Ukash  

Bundeskriminalamt-Trojaner erpresst Nutzer

02.09.2011, 17:59 Uhr | Andreas Lerg

Bundeskriminalamt-Trojaner erpresst Nutzer. Der Trojaner gibt vor, von der Bundespolizei zu sein.  (Quelle: T-Online.de)

Der Trojaner gibt vor, von der Bundespolizei zu sein. (Quelle: T-Online.de)

Seit einigen Wochen macht der aggressive Ukash-Trojaner wieder die Runde. Das perfide: Der Schädling sperrt den Zugriff auf Windows-PCs in Verbindung mit einer angeblichen Aktion des Bundeskriminalamtes. Um wieder an die PC-Daten zu kommen, soll das Opfer eine "Strafe" von bis zu 500 Euro zahlen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen meldet 13 verschiedene Varianten des Erpresser-Trojaners und über 1500 Anzeigen betroffener Computernutzer.

Auf Computern, die von dem Ukash-Trojaner oder BKA-Trojaner befallen sind, erscheint eine Warnmeldung, die angeblich vom Bundeskriminalamt stammt und in holprigem Deutsch erklärt: "Das Betriebssystem wurde im Zusammenhang mit Verstoßen gegen die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland gesperrt." Angeblich seien auf dem Computer illegale Inhalte wie Kinderpornographie entdeckt worden. Zudem seien bei der Überprüfung des PC auch E-Mails mit "terroristischen Hintergründen" festgestellt worden. Gleichzeitig wird der PC komplett gesperrt, Taskleiste und Desktop ausgeblendet. Wer seinen Computer wieder nutzbar machen will, soll eine Geldstrafe zahlen. Die neueste Variante des Virus verlangt 500 Euro für die Freischaltung des Computers

Eine Behörde benutzt kein Ukash

Ukash-Trojaner: Die 1. Version. (Screenshot: AV-Test)Ukash-Trojaner: Die 1. Version. (Screenshot: AV-Test) Das hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wird sofort klar, denn der Nutzer soll die Geldstrafe über einen anonymen Internet-Zahlungsservice zahlen. Der Nutzer soll dazu einen Ukash-Coupon oder eine paysafeCard erwerben und den Code an die E-Mail-Adresse einzahlung@bundespol.net senden. Spätestens diese E-Mail-Adresse entlarvt den Betrug. Denn die E-Mail-Adressen der Polizeibehörde enden auf @bka.de und nicht auf @bundespol.net. Außerdem würde eine Bundespolizeibehörde niemals einen derartigen Zahlungsweg nutzen und erst recht nicht auf diesem Wege Zahlungen erwirken. Weiterhin fallen auf den zweiten Blick Rechtschreibefehler wie "Verstoßen" statt "Verstößen" oder die wechselnde Schreibweise von Kinderpornographie auf.

ukash-Trojaner blockiert Windows komplett

Der Trojaner kommt unbemerkt beim Surfen auf den Rechner. Die Kriminellen nutzen dabei die Methode der so genannten Drive-by-Downloads. Besucht ein Surfer eine manipulierte Internet-Seite löst diese einen "unsichtbaren" Download des Schädlings aus und startet diesen vom Nutzer ebenfalls unbemerkt. Oft sind es Seiten mit Gratis-Wallpapern von Prominenten oder obskure Gratis-Porno-Seiten, die dem Besucher Trojaner unterjubeln. Der Schädling nistet sich im Autostart des Systems ein. Damit stellen die Online-Kriminellen sicher, dass der Trojaner bei jedem Systemstart gestartet wird und nur sehr schwer entfernt werden kann. Der Trojaner blockiert den Zugriff auf den Computer, auf verschiedene Systemtools und auch auf den Task Manager. Die Hersteller von Antivirensoftware haben teilweise bereits reagiert und liefern mit Updates ein Gegenmittel gegen den Trojaner aus, um den Befall des Computers zu verhindern. Dort wo sich der Trojaner bereits eingenistet hat, hilft unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung Ukash/BKA-Trojaner entfernen.

 
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Bombensicher 
Seltenes Schloss lässt selbst Experten staunen

Für Panzerknacker dürfte dieses Stück eine echte Herausforderung sein. Video

Merkwürdige und liebeshungrige Wesen 
Küsst sie kühl oder kuschelig?

Ob es Liebe auf den ersten Blick ist, werden diese Beiden auf der "Bodyspectra" rausfinden. mehr

Anzeige 
Apple iPhone 6

Das iPhone 6 ist nicht einfach nur größer. Es ist einfach in allem besser. Jetzt vorbestellen

Telekom präsentiert 
Das neue iPhone 6

Größer, leistungsstärker, besser - die neue iPhone Generation mit HD-Display. Jetzt bestellen

Anzeige

Shopping
Shopping 
Sportbrillen ohne Sehclip bei Brille24.de

Z. B. das Modell Explorer ab 129,90 €*. Erhältlich in 3 Farben! bei Brille24.de

Shopping 
Exklusiv bei der Telekom: das Amazon Fire Phone

Für 1,- €¹ im neuen Tarif "MagentaMobil M mit Smartphone". Jetzt bestellen bei der Telekom.

Shopping 
Nur noch heute: Großer WMF-Sale!

Töpfe, Besteck & Pfannen des bekannten Herstellers jetzt zu reduzierten Preisen bestellen. bei Baur

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITBAURCECILmedpexdouglas.deWENZ

Anzeige