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Lady Gaga als Opfer: Twitter-Wurm lockt mit verbotenem Video

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Neuer Twitter-Wurm lockt mit Video von Lady Gaga

29.04.2011, 10:29 Uhr | Andreas Lerg, Jens Müller, t-online.de

Lady Gaga verschickte Falschmeldung an knapp 10 Millionen Twitter-Fans. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Lady Gaga verschickte Falschmeldung an knapp 10 Millionen Twitter-Fans. (Foto: imago) (Quelle: imago)

Auf Twitter sorgt derzeit ein angeblich verbanntes Video von Lady Gaga für Aufsehen. Doch anstelle eines sensationellen Clips verbirgt sich hinter dem Link eine betrügerische Anwendung, die das jeweilige Twitter-Konto kapert. Pikant: Selbst Lady Gaga ist wohl auf die Falschmeldung bereits hereingefallen.

Twitter-Nutzer aufgepasst: Hinter derzeit verschickten Kurznachrichten versteckt nicht das versprochene Video von Lady Gaga sonder eine gefährliche Anwendung. Davor hat Experte Graham Cluley vom Sicherheits-Dienstleister Sophos in seinem Weblog gewarnt. Cluley vermutete zudem, dass Lady Gaga oder einer ihrer Mitarbeiter selbst auf diese Nachricht hereinfiel. Die aktuell kursierende Twitter-Nachricht ist derzeit nur in Spanisch verfasst: "VIDEO PROHIBIDO LADY GAGA banned [LINK] @shakira @ladygaga como ganar dinero facil". Auf deutsch übersetzt bedeutet dies in etwa "Verbotenes Video von Lady Gaga [LINK]@shakira@ladygaga, wie manleichtGeld verdient". Der Link zu dem angeblich verbotenen Video führt allerdings auf eine YouTube nachempfundene Internetseite.

Angreifer können Twitter-Konto missbrauchen

Wer sich den nicht existierenden Clip anschauen möchte, muss allerdings einer Software Zugriff auf das eigene Twitter-Konto erlauben. Doch damit übergeben Opfer den Hintermännern dieser Masche die Kontrolle über ihre Twitter-Konten. Wie bei einem E-Mail-Wurm verbreitet sich die Nachricht sofort automatisch über das Twitter-Konto weiter. So wirkt es, als habe das Opfer die spanischsprachige Nachricht persönlich an seine Follower verschickt. Aber die Angreifer können auch weitere Nachrichten über das Konto versenden.

Lady Gaga wohl selbst Opfer

Wie Cluley berichtete, sei die Nachricht auch über das Twitter-Konto von Lady Gaga verschickt worden. Daher mutmaßte der Sicherheitsexperte, die Pop-Diva oder einer ihrer twitternden Mitarbeiter klickten selbst auf den Link und fielen auf die betrügerische Nachricht herein. Zwar wurde der Video-Link auf dem Account von Lady Gaga entfernt, die exzentrische Sänger reagierte am Donnerstag mit einer neuen Nachricht auf den Twitter-Wurm. "Wer auch immer mein Twitter hackt, muss sich vor 10 Millionen Monstern und der Twitter-Polizei verantworten. #Zwingt mich nicht die Apostel zu rufen", schrieb Lady Gaga. Mit über 9,6 Millionen Followern ist sie derzeit der populärste Star auf Twitter und macht sie für solche Angriffe zu einem idealen Lockvogel.

Twitter-Anwendung die Rechte entziehen

Wer auf den Twitter-Wurm hereinfiel und der Anwendung den Zugriff auf sein Twitter-Konto erlaubte, sollte umgehend reagieren. In den Einstellungen des Twitter-Kontos sollten Opfer im Bereich Applications den Anwendungen, die sie nicht kennen oder nicht selbst hinzugefügt haben, die Zugriffsrechte entziehen. Sollte die automatisierte Nachricht bereits über den eigenen Twitter-Feed gesendet worden sein, sollten Nutzer diese sofort löschen.

Quelle: Andreas Lerg, Jens Müller, t-online.de

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