11.05.2011, 14:00 Uhr | Damian Robota
Gene Simmons ist der Bassist der Rockgruppe KISS (Foto: imago)
Das FBI hat Wohnungen von minderjährigen Hackern durchsucht, die mutmaßlich die Internetseiten der Musikgruppe KISS und deren Frontmann Gene Simmons lahm gelegt haben sollen. Simmons beschwerte sich zuvor öffentlich über Internet-Piraterie. Daraufhin wurden die Internetseiten mit so genannten DDoS-Angriffen attackiert.
Das FBI macht gemeinsam mit Gene Simmons Jagd auf Jugendliche, die Internetseiten gehackt und urheberrechtliche geschützte Dateien illegal heruntergeladen haben sollen. Die mutmaßlichen Täter stammen aus amerikanischen Vorstädten und sollen der Aktivistengruppe Anonymous angehören. Die Angriffe auf die Internetseiten der Musikgruppe KISS wurden bereits im Oktober 2010 gestartet. Die Hackergruppe Anonymous setzte Simmons' Internetseite auf eine Abschussliste, nachdem der Rockstar sich deutlich gegen die Verbreitung von Raubkopien ausgesprochen hatte.
Der Bassist der Rockgruppe ist der Meinung, dass "die Musikindustrie es verpennt und nicht die Eier dazu hat, jedes picklige Schulkind das illegale Musik herunterlädt, zu verklagen." Er rief auch andere Musiker dazu auf, jeden Raubkopierer zu verklagen.
Die Jugendlichen haben Gene Simmons gezeigt, dass sie mehr können, als nur Musik klauen. Dazu haben sie die drei Internetseiten simonsrecords.com, genesimmons.com und kissonline.com gehackt. Mit einer Distributed Denial of Service-Attacke (DDoS) legten die Angreifer die Internetseiten zeitweise für 36 Stunden lahm. Der Musiker kündigte daraufhin an, die Täter "bis aufs letzte Hemd zu verklagen". Bei DDoS-Attacken werden von tausenden Computern aus dem ganzen Internet massenhaft Anfragen an eine Internetseite geschickt, bis deren Server unter der schiere Menge der Anfragen zusammenbricht.
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Die Hintermänner einer DDoS-Attacke zu ermitteln, ist sehr schwer. Zunächst müssen Fahnder die IP-Adressen jedes einzelnen involvierten Computers ermitteln. Diese IP-Adressen können über die jeweiligen Internet-Dienstleister konkreten Personen zugeordnet werden. Die Angreifer missbrauchen jedoch oft gekaperte Computer für derartige Attacken, ohne dass deren Besitzer etwas davon merken. Ob das FBI in diesem Fall die richtigen Wohnungen durchsucht hat und Gene Simmons seine Drohungen wahr machen kann, wird sich noch zeigen.
Quelle: Damian Robota
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