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Firefox ist auf vielen PCs ein ernstes Risiko

01.04.2016, 16:02 Uhr | t-online.de

Firefox ist auf vielen PCs ein ernstes Risiko. Sicherheitslücken in beliebten Programmen wie Mozillas Browser Firefox gefährden zahlreiche Internetnutzer. (Quelle: t-online.de)

Sicherheitslücken in beliebten Programmen wie Mozillas Browser Firefox gefährden zahlreiche Internetnutzer. (Quelle: t-online.de)

Goldene Zeiten für Online-Kriminelle: Knapp 80 Programme sind im Schnitt auf einem PC installiert – viele davon von Schwachstellen durchlöchert. Die meisten Lecks werden zwar zügig gestopft, doch Nutzer installieren die Updates oft viel zu spät. So wird auch Firefox zu einem erheblichen Risiko. Wir nennen die gefährlichsten Software-Leichen.

Der Jahresbericht des Softwaredienstleister Flexera bestätigt einen besorgniserregenden Trend: 2048 Sicherheitslücken wurden 2015 in den 50 meistgenutzten Anwendungen mit einem Patch geschlossen. Im Vergleich zu 2014 stieg die Zahl der bereitgestellten Flicken um 700 Stück (34,18 Prozent).

Knapp Dreiviertel der Lücken können Online-Kriminelle über das Internet ausnutzen, einen Köder wie eine E-Mail benötigt es dafür nicht. Die Infektion verläuft über verseuchte Webseiten, Video-Clips oder Werbeanzeigen als Drive-by-Download. Die gute Nachricht: In 80 Prozent der Fälle schlossen die Software-Hersteller ein neu entdecktes Leck innerhalb von 24 Stunden.    

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Gefährliche Lecks in Chrome und Flash 

Die meisten Sicherheitslücken (516) zählte Flexera im Google-Browser Chrome, der auf 67,3 Prozent der Rechner installiert war. Ein noch größeres Sicherheitsrisiko stellt aber der Flash Player von Adobe dar. Zwar wurden 2015 "nur" 457 Schwachstellen in der Software für Browser-Spiele, Videos und interaktive Webseiten gefunden. Der Flash Player lief aber auf 95 Prozent der Geräte. Außerdem ist er das bevorzugte Ziel von Hackern, wie der Sicherheitsspezialist F-Secure dokumentierte. Neue Softwarelücken können Online-Kriminelle oft schon nach wenigen Stunden ausnutzen.   

Browser Firefox ist oft veraltet

Auch den Mozilla-Browser Firefox outet Flexera als gefährliche Software-Leiche. Laut dem Bericht versäumten 39 Prozent der Nutzer die wichtigen Firefox-Updates zu installieren. Mit 254 veröffentlichten Sicherheitslücken wird der beliebte Browser so auch zu einem lohnenswerten Angriffsziel. Ganz anders sieht es bei Microsofts Internet Explorer aus: 197 Schwachstellen machten den Browser im vergangenen Jahr unsicher. In der Regel bekommt er seine Sicherheitsflicken aber über die automatische Update-Funktion von Windows. Daher war der Microsoft-Browser auch nur auf 9 Prozent der Rechner veraltet. 

Microsoft-Software: oft installiert, selten gefährlich

Die "Top 50"-Liste der meist installierten Programme wird mit einem Anteil von fast 70 Prozent ganz klar von Microsoft dominiert. Die meisten Sicherheitslücken finden sich jedoch in den Produkten anderer Hersteller. Drittanbieter waren laut Flexera für 78,7 Prozent der Schwachstellen verantwortlich. Zu Microsoft-Programmen zählt das Unternehmen etwa Word, Excel oder den Windows DVD Maker, nicht aber Windows. 

Unter den Betriebssystemen ist Windows 7 immer noch am weitesten verbreitet. Laut Flexera beutelten den Windows-Klassiker letztes Jahr lediglich 144 Sicherheitslücken. Bei Windows 10 (256) und Windows 8 (466) sah es schon schlechter aus. 

Flexera ermittelt auf Basis seines "Personal Software Inspectors", einem Update-Helfer, regelmäßig die häufigsten Software-Installationen und bewertet diese nach vorgefundener Version und deren Ausnutzung durch Online-Kriminelle. Je älter und verbreiteter ein Programm ist, desto interessanter ist es bei Hackern für gezielte Angriffe mit Schadsoftware.

Veraltete Software als Sicherheitsrisiko

Veraltete Software stellt am Computer ein schleichendes Sicherheitsrisiko dar, warnt auch das Bürger-CERT, eine Gruppe von Experten zur Lösung von IT-Sicherheitsvorfällen. Vor allem unsichtbare Anwendungen wie der Adobe Flash Player oder System-Komponenten wie Microsofts XML Core Services für Web-Dienste machen immer wieder mit Sicherheitslücken auf sich aufmerksam. Viele Anwender zögern nicht, eine Datei – sei es im Ton-, Video- oder Fotoformat – auch aus unsicherer Quelle zu öffnen.

Zudem lassen sich solche Dateien problemlos über Internetseiten einbetten. Anwender begeben sich daher mit nicht aktuellen Mediaplayern und Basisdiensten in unnötige Gefahr.

So schützen Sie sich

Wer die automatische Update-Funktion in den Sicherheitseinstellungen von Windows und Programmen aktiviert, bietet Schadsoftware deutlich weniger Angriffsflächen. Doch nicht alle Anwendungen bieten diese Funktion. In solchen Fälle ist der Personal Software Inspector (PSI) eine wertvolle Hilfe.

Die Gratis-Software des Sicherheitsunternehmens Flexera scannt die Festplatte nach veralteten, installierten Programmen. Veraltete Freeware-Programme können direkt über das Tool aktualisieren werden.

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