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Petrus Egidius Knabben: Betrug mit Smartphone-App

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Polizei warnt vor Abzocke per Lastschrift

22.02.2012, 10:00 Uhr | t-online.de

Polizei warnt vor Abzocke per Lastschrift. Kontodiebe zocken Deutsche per Lastschrift ab. (Quelle: imago\Symbolfoto)

Kontodiebe zocken Deutsche per Lastschrift ab. (Quelle: Symbolfoto/imago)

 

Die Polizei Lingen warnt zusammen mit der Polizei Mittelfranken vor einem bundeweiten Kontobetrug. Per Lastschrift kassieren Betrüger unerlaubt 20 Euro und mehr für eine angeblich genutzte Smartphone-App. Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen zwei Niederländer ins Visier ihrer Ermittlungen. Betroffene sollen sich umgehend an die Polizei Lingen wenden.

Seit vergangener Woche laufen Zehntausende gegen die Abzocker-Bande im Internet Sturm. Auf den Kontoauszügen der Opfer erscheinen Abbuchungen eines gewissen Petrus Egidius Knabben in Höhe von 19,95 teilweise 28,06 Euro. In Internetforen schreiben einige Nutzer, dass die Beträge sogar mehrfach abgebucht wurden. Verwendungszweck der Abbuchungen ist die Nutzung einer eine ominösen "Mobile App". Dabei soll es sich anscheinend um eine kostenpflichtige Anwendung für Smartphones und Tablet-PC handeln. Doch keiner der Betroffenen, kann sich an den Kauf einer solchen erinnern. Ein Betroffener besaß nicht einmal ein Handy, schreibt die Polizei Mittelfranken in einer Pressemitteilung.

Fahnder verdächtigen zwei Senioren

Das Konto des Begünstigten liegt bei der Commerzbank im niedersächsischen Lingen. Auf ihrer Suche nach dem Urheber dieser Abzocke stieß die Internetgemeinde auf einen Petrus Egidius Knabben, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Arthur & Anderson, der ebenfalls in Lingen ansässig sein soll. Dabei handelt es sich jedoch um eine fingierte Adresse, teilte die Polizei Mittelfranken mit. Die Polizei Lingen ermittele zusammen mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück inzwischen gegen zwei Niederländer – einen 62-jährigen Mann und eine 65-jährige Frau.

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Betrüger horteten 1,7 Millionen Euro

Staatsanwaltschaft und Polizei beschlagnahmten bereits das Girokonto der Betrüger. Darauf befanden sich 1,7 Millionen Euro. Ob diese Summe aus den widerrechtlichen Kontoabbuchungen stammt, ist bisher unklar. Die Staatsanwaltschaft gab das Guthaben ausdrücklich für Rückbuchungen der Betroffenen frei. Die Polizei rät den Geschädigten eine Betrugsanzeige bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle zu erstatten. Die Polizei Lingen richtete zudem eine spezielle Hotline unter der Telefonnummer (0591) 87-400 (Anrufbeantworter) ein.

Lastschrift ohne Einzugsermächtigung

Wie die Abzocker an die Kontodaten ihrer Opfer gelangten ist bisher nicht bekannt. In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle von Datendiebstahl, bei denen Hacker tausende Kundendaten von großen Unternehmen stehlen konnten. Ebenso könnten die Betrüger die Kontodaten aber auch in einschlägigen Hackerforen erworben haben. Namen und Kontodaten reichten den Abzockern aus, um mit illegalen Lastschriften abzukassieren. Denn zwar bedarf eine Lastschrift immer einer Einzugsermächtigung, doch müssen die Banken nicht prüfen, ob die Einzugsermächtigung tatsächlich vorliegt. Einer Lastschriftabbuchung kann jedoch innerhalb von sechs Wochen widersprochen werden. Bei illegalen Abbuchungen wie im Fall der "Mobile App" gilt sogar eine verlängerte Frist von 13 Monaten.

 
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