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    GVU-Trojaner erpresst Zahlung von Opfern: Neue Variante im Umlauf

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    GVU-Trojaner erpresst Internet-Nutzer

    19.07.2013, 17:05 Uhr | t-online.de

    GVU-Trojaner erpresst Zahlung von Opfern: Neue Variante im Umlauf. Der GVU-Trojaner ist auch als BSI-Trojaner im Umlauf. (Quelle: t-online.de)

    Warnung: GVU-Trojaner erpresst Geld von PC-Besitzern. (Quelle: t-online.de)

    Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) warnt vor einem erpresserischem Trojaner, der in ihrem Namen die Computer der Opfer sperrt und zur Zahlung von 100 Euro auffordert. Dem Opfer wird der angebliche Download von Raubkopien zur Last gelegt. Der Schädling ist ein Ableger des sehr verbreiteten BKA-Trojaners und seit März 2012 in zahlreichen Variationen im Umlauf.

    "Auf Ihrem Computer wurden illegal heruntergeladene Medien (“Raubkopien”) gefunden.” So beginnt die Warnmeldung, die auf einem infizierten Computer eingeblendet wird und diesen dann blockiert. Angeblich stammt sie von der GVU. Zur Einschüchterung der Opfer schmückt sich die neueste Variante des Trojaners mit einem Bild von Angela Merkel und einem Virenscanner-Symbol, außerdem nennt er das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und ein "BundesKriminalamt". In der Meldung wird behauptet, der Nutzer sei "verpflichtet, eine Mahngebühr in Höhe von 100 Euro zu bezahlen". Erst dann werde der Computer wieder frei gegeben.

    GVU-Trojaner fordert Zahlung per Paysafe-Guthabenkarte

    Auf dem Bildschirm ist zu lesen, wie die 100 Euro per Paysafe-Gutenhabenkarte bezahlt werden sollen. Paysafe-Guthabenkarten werden beispielsweise an Tankstellen oder Kiosken verkauft. Für Kriminelle ist diese Zahlmethode sehr attraktiv, weil der Weg des Geldes kaum verfolgt werden kann. Der geschockte Nutzer soll die PIN der Paysafe-Guthabenkarte in ein entsprechendes Formular innerhalb der Warnmeldung eingeben, um die Blockade seines Computers aufzuheben. Natürlich halten die Täter ihr Versprechen nicht.

    Nicht zahlen, Anzeige erstatten

    "Die GVU ist nicht Absenderin dieser Meldung und distanziert sich klar von solchen kriminellen Machenschaften", heißt es dazu auf der GVU-Seite. Auch der Anbieter der Paysafe-Karte warnt auf seiner Internetseiten vor dem GVU-Trojaner und auch dem bekannten BKA-Trojaner. BSI und Kripo raten allen Betroffenen, die geforderte Gebühr unter keinen Umständen zu bezahlen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

    Besuch einer infizierten Webseite genügt

    Der Trojaner könnte laut GVU über einen Werbebanner mit pornografischem Inhalt verbreitet werden. Die Kriminellen nutzen dabei die Methode der sogenannten Drive-by-Downloads. Besucht ein Surfer eine manipulierte Internet-Seite, löst diese einen "unsichtbaren" Download des Schädlings aus und startet diesen vom Nutzer ebenfalls unbemerkt.

    GVU-Trojaner auch als GEMA-Trojaner im Umlauf

    Der GVU-Trojaner ist auch als GEMA-Trojaner im Umlauf. (Quelle: www.bka-trojaner.de)Der GVU-Trojaner ist auch als GEMA-Trojaner im Umlauf. (Quelle: www.bka-trojaner.de) Seit Mitte 2011 sind immer wieder neue Varianten desselben Trojaners im Umlauf. Die Methode ist immer gleich: Stets blockiert der Schädling den PC, stets geht es darum, einen Geldbetrag zu erpressen. Als vermeintlicher Absender erscheint mal das BKA, mal die GEMA und neuerdings die GVU. In der Schweiz haben Online-Kriminelle die SUISA-Variante in Umlauf gebracht, in den USA die FBI-Version. Betroffene sollten unserer Anleitung folgen, um den Trojaner wieder zu entfernen.

    Über die Systemwiederherstellung von Windows lässt sich der Schädling leicht aus dem System fegen. Opfer sollten nach der Beseitigung des Trojaners unbedingt den Temp-Ordner mit der Datenträgerbereinigung leeren und einen Virenscan ihres PC anstoßen, um mögliche Reste der Schadsoftware zu entfernen. Auf Nummer sicher geht, wer sein Betriebssystem neu einrichtet.

    Infektion vermeiden – so geht's

    Ein Virenscanner mit aktuellen Signaturen ist Grundvoraussetzung, um das Infektionsrisiko zu begrenzen. Um ganz sicher zu gehen, wenden Profis allerdings eine Wirkstoff-Kombination an. So ist die Browser-Erweiterung WOT (Web of Trust) eine exzellente Methode, unsichere Internetseiten zu umschiffen. Sie basiert auf den Erfahrungen einer großen Internet-Community und blendet eine Warnmeldung ein, sobald Sie eine Webseite besuchen, die als nicht vertrauenswürdig eingestuft ist. Welche Tools die Browser-Sicherheit weiter erhöhen, erfahren Sie in unserem Video Browser absichern.

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