26.06.2012, 13:57 Uhr
Trojaner soll mit intimen Fotos in die Falle locken. (Quelle: imago)
Mit einer neuen Masche versuchen Computer-Kriminelle derzeit, Nutzer zum Download eines Trojaners zu bewegen. In einer Spam-Welle verschicken die Gangster massenhaft E-Mails, die angeblich Nacktaufnahmen oder andere verfängliche Fotos enthalten – mal soll darauf der Angeschriebene abgebildet sein, in anderen Versionen der Nachricht soll es die Freundin des Adressaten sein. Öffnet der Empfänger den Anhang, installiert sich heimlich ein Trojaner. Der kann dann beliebige Schadsoftware nachladen und so den Computer umfassend ausspionieren.
"Ich will ja nicht stören," beginnt eine der am weitesten verbreiteten Versionen der aktuellen Spam-Welle. "Aber das hier ist ziemlich verrückt, jemand hat mir ein Nacktfoto von deiner Freundin geschickt." Ob sie das sei, in der Datei im Anhang, fragt der Absender weiter. Ist der Adressat eine Frau, schreibt der Absender besorgt, dass er da diese Fotos bekommen habe, und die zeigten doch die Angeschriebene und ihren Freund. In einer weiteren Version schreibt ein angeblicher Freund, im Anhang seien verfängliche Fotos von ihm, die der Adressat veröffentlicht habe. Dafür werde dieser Freund dem Adressaten die Polizei auf den Hals hetzen.
Alle diese Textversionen haben nur ein Ziel: Den Adressaten so zu schocken, dass er auf den Anhang klickt, um sich die angeblich darin enthaltenen Fotos anzusehen. Aber auch versiertere Nutzer könnten auf die Masche hereinfallen und wider besseres Wissen aus Neugier die Nacktfotos in dem angehängten Archiv sehen wollen. Wer das jedoch tut, fängt sich einen Trojaner ein. Dieser kann dann nach Informationen des Anti-Viren-Softwareherstellers Sophos nach Belieben weitere Schadsoftware nachladen. Die kann dann zum Beispiel den Computer gezielt nach Bankzugangsdaten oder Kreditkartennummern durchsuchen.
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Generell sollten Sie niemals Anhänge an E-Mails unbekannter Absender öffnen, ohne die Quelle einschätzen zu können. Zudem hilft es, den Schutz des Computers möglichst hoch zu halten. Dazu sollte zentrale Software stets auf dem neuesten Stand sein, vom Betriebssystem über den Browser bis hin zu Office-Paketen. So erschweren Sie es der Malware, sich erfolgreich auf dem Computer zu installieren. Denn Schadsoftware ist in der Regel auf Softwarelücken angewiesen, um erfolgreich sein zu können.
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