04.07.2012, 09:30 Uhr | dpa-tmn, dpa-tmn
Phishing-Betrüger versuchen derzeit, mit gefälschten E-Mails Kasse zu machen. In einem äußerst echt wirkenden Anschreiben geben sie sich als "Amazon Kundenservice" aus. Die Kriminellen sind auf der Jagd nach Kreditkartennummern samt zugehöriger Passwörter.
Die Nachrichten und Phishingseiten der vorgeblichen Kundenbetreuer seien mit "erschreckend viel Liebe zum Detail" gestaltet und in fast fehlerfreiem Deutsch verfasst, warnt der Branchendienst Heise online. Dem Opfer werde vorgegaukelt, dass er sein Amazon-Konto erst wieder nutzen kann, wenn er persönliche Daten preisgibt. Dazu gehören die Amazon-Zugangsdaten, Bankverbindung, Kreditkartendaten und zugehörige Passwörter, die der Kunde im Rahmen der Sicherheitsverfahren Verified by Visa und Mastercard Securecode selbst vergeben hat.
Die Preisgabe der Passwörter, die nur der Nutzer selbst kennt, ist den Angaben zufolge heikel, weil manche Banken die Haftung bei Missbrauch auf den Kunden abschieben könnten. In der Vergangenheit hätten Institute dies bereits getan und die Preisgabe eines Kreditkartenpasswortes als Fahrlässigkeit des Kunden gewertet. Die Passwörter, die der Bankkunde bei den sogenannten 3D-Secure-Verfahren vergibt, haben nichts mit dem PIN-Code zu tun, der zum Beispiel zum Geldabheben mit der Kreditkarte am Automaten benötigt wird. Sie können beim Online-Einkauf abgefragt werden.
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Sie sollten grundsätzlich vorsichtig sein, wenn Sie unaufgefordert E-Mails von Unternehmen oder Institutionen bekommen. Die meisten Unternehmen versenden grundsätzlich keine Mails an einzelne Kunden, wenn es zuvor keinen direkten Kontakt zum betreffenden Kunden gab – ausnehmend sind regelmäßig erscheinende Mails wie Newsletter, die in der Regel ausdrücklich gewünscht sind.
Steht solch eine unaufgeforderte Mail in Zusammenhang mit der Aufforderung, sensible Daten zu übermitteln, kann grundsätzlich von einem Betrugsversuch ausgegangen werden. In diesem Fall ist es relativ offensichtlich – ein Versandhändler wird kaum den Kundenzugang willkürlich sperren und ihn erst nach Übermittlung von Bankdaten wieder freigeben. Beantworten Sie derartige Mails nicht, sondern löschen Sie sie. Mit einer Antwort bestätigen Sie die Echtheit Ihrer Mailadresse und werden künftig umso mehr unerwünschte Mails (Spam) erhalten.
Quelle: dpa-tmn, dpa-tmn
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