03.09.2012, 13:42 Uhr | Christian Fenselau
Kriminelle versuchen derzeit erneut, mit Phishing-Mails an Packstationsdaten zu gelangen. Es werden E-Mails verschickt, die den Absender "Packstation-Kundencenter" tragen. Selbst auf den zweiten Blick sieht die Nachricht täuschend echt aus. Die verlinkten Internetseiten scheinen von offizieller Seite zu stammen, das Schreiben ist korrekt und in fast einwandfreiem Deutsch abgefasst.
In der Mail wird der Empfänger dazu aufgefordert, auf einer verlinkten Internetseite seine Packstationsdaten anzugeben. Die Daten nutzen Kriminelle beispielsweise, um mit geklauten Bankdaten operieren zu können. Sie können dann unerkannt Waren bestellen und abholen, anhand der Lieferadresse lassen sie sich nicht mehr ausfindig machen.
Die derzeitigen Phishing-Mails geben vor, dass das SMS-TAN-Verfahren umgestellt werde. Nach der Umstellung sei es möglich, die Packstation auch ohne Gold-Card zu nutzen. Doch genau diese Änderung sollte stutzig machen, denn gerade aus Sicherheitsgründen ist die Karte zwingend erforderlich. Die Masche ist für Kriminelle dennoch lohnenswert, denn mit den ergaunerten Daten können sie Gold-Cards fälschen.
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Die Betrüger nutzen verschiedene E-Mail-Texte und passen sie gegebenenfalls an. Die angegebenen Links zur Änderung der Daten werden ebenfalls verändert, sobald eine Adresse nicht mehr funktioniert. Momentan erweckt die Mail den Anschein, dass tatsächlich eine DHL-Seite verlinkt sei. Auch der Absender info@paket.de sieht offiziell aus. Hier ist es ratsam, dem Schein wenig Glauben zu schenken, denn Absenderangaben lassen sich ohne großen Aufwand beliebig fälschen. Die Verlinkung auf "dhl.de" ist ebenfalls nur Fassade, die tatsächliche Adresse ist eine andere. Wer nicht darauf achtet, findet eine täuschend echt nachgemachte Seite mit Eingabefeldern vor.
Grundsätzlich fragen Unternehmen wie die DHL und auch Banken auf diese Weise keine PIN- und TAN-Daten ab. Derartige Mails sind auch dadurch zu entlarven, dass sie keine exakte Anrede voranstellen, sondern mit "Sehr geehrter Kunde" oder ähnlich beginnen. Sind Sie dennoch unsicher, hilft eine Suche im Internet. Als falsch identifizierte Mails werden sehr schnell über Diskussionsforen verbreitet, um andere zu warnen. Hier lassen sich in der Regel schnell Übereinstimmungen zur selbst erhaltenen E-Mail finden.
Quelle: Christian Fenselau
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