08.01.2013, 09:46 Uhr | Jörg Hofmann
IE-Notfall-Patch dichtet nicht alle Schwachstellen ab. (Quelle: t-online.de)
Der Not-Flicken für den Internet Explorer greift nicht. Die kürzlich von Microsoft veröffentlichte provisorische Korrektur eines gefährlichen Sicherheitslecks im Internet Explorer (IE) riegelt die Bruchstelle nicht hundertprozentig ab. Dies meldet die Sicherheitsfirma Exodus Intelligence in einem Blog-Beitrag. Microsoft sei über die neue Schwachstelle informiert.
Wie die Firma Exodus Intelligence meldet, deckt das von Microsoft bereitgestellte Fix-it für den Internet Explorer 6 bis 8 nicht alle porösen Stellen im Standard-Browser von Windows 7, XP und Vista ab. Technische Details teilten die Sicherheitsspezialisten aus Gründen der Geheimhaltung nicht mit.
Die zum Jahreswechsel bekanntgewordene Lücke wurde bereits dazu benutzt, Internetseiten so zu manipulieren, dass sie Schadsoftware wie Trojaner an ihre Besucher verteilen.
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Die Online-Kriminellen zielen ausschließlich auf Internetnutzer, die mit alten Versionen des Internet Explorers im Netz surfen. Insbesondere auf Seiten, die eng mit Regierungsstellen zusammenarbeiten, sei die Gefahr einer Infektion besonders hoch, warnt Symantec.
Der US-amerikanische Sicherheitsspezialist bringt die Welle mit der sogenannten Elderwood Gruppe in Verbindung. Diese Gruppe "verwanzt" seit einigen Monaten gezielt nichtstaatliche Organisationen und Forschungsinstitutionen, darunter etwa im Mai 2012 die Seite von Amnesty International Hong Kong. Wer hinter den Hacker-Attacken steckt, ist nicht bekannt.
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Erst Anfang Januar veröffentlichte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Warnung und empfahl allen Internet-Nutzern, auf eine nicht betroffene Version des Browsers umzusteigen.
Unter Windows Vista und Windows 7 sollte dies längst geschehen sein, da sich der hier verbaute Browser IE 7 beziehungsweise IE 8 leicht auf den Internet Explorer 9 bzw. 10 aktualisieren lässt.
Problematischer gestaltet sich der Wechsel für Windows XP-Nutzer. Hier, so die Empfehlung von Microsoft, sollte das Fix-it-Tool die poröse Stelle solange abdichten, bis ein Patch verfügbar ist.
Wann dieses Update kommen wird, steht weiterhin in den Sternen. XP-Nutzer können sich schützen, indem sie vorübergehend auf einen alternativen Browser wie Mozilla Firefox umsteigen.
Quelle: Jörg Hofmann
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