09.01.2013, 13:17 Uhr | t-online.de
Letzte Nachricht des Hackers ist eine Speicherkarte am Halsband einer Katze. (Quelle: Anka Agency International/imago)
Ein mysteriöser Hacker hält seit Monaten die japanische Polizei in Atem. Immer wieder droht er in Rätselform mit Bombenattentaten auf Schulen und Kindergärten. Einer Schnitzeljagd gleich hecheln Ermittler und Journalisten den im Internet versteckten Hinweisen des Hackers hinterher. Zuletzt schickte er seine Verfolger sogar auf Katzenjagd.
Der Hacker schafft es, E-Mails zu versenden und sich im Internet zu bewegen, ohne die geringste Spur zu hinterlassen, meldet das Technikmagazin Wired. Dafür soll er eine spezielle Software programmiert haben, ein Programm namens "iesys.exe", das ihm als Fernsteuerung fremder Computer dient. Immer wieder verschickt der Unbekannte über gekaperte PC Drohungen über Bombenattentate an Schulen oder Kindergärten – auch den, welchen der Enkel des japanischen Kaisers Akihito besucht.
Die bisherigen Mitteilungen des Hackers finden sich in verschiedenen Internet-Foren oder E-Mails an TV-Sender und Zeitungen und waren oft in Rätselform verfasst. Erst am Neujahrstag verschickte der Unbekannte an einige TV-Sender und Zeitungen eine "Einladung zu einem neuen Spiel": Eine Reihe von Rätseln, die eine "Chance auf eine große Nachrichten-Sensation" versprachen. Die Journalisten und Ermittler der Polizei knackten die Aufgaben und folgten der Spur zu einer Insel nahe der Hauptstadt Tokio.
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Ziel der Suche der Spürnasen: Eine umherstreifende Katze mit einem Halsband, an dem eine Speicherkarte befestigt war. Auf der Speicherkarte befanden sich Details zu dem Fernsteuerungs-Programm, die mutmaßlich nur dem Ersteller des "iesys.exe"-Software bekannt sein können, berichtet Wired weiter.
Der japanischen Polizei kommt bereits die National Police Agency (NPA), eine Art japanisches FBI, zu Hilfe, den radikalen Hacker zu schnappen. Für die Ergreifung des Täters ist eine Belohnung von umgerechnet 26.000 Euro ausgesetzt. Vier Verdächtige wurden im Zuge der Ermittlungen bereits festgenommen. Nachdem die Botschaften aber nicht aufhörten, musste die NPA eingestehen, die Falschen verhaftet zu haben.
Quelle: t-online.de
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