11.01.2013, 11:57 Uhr | t-online
Fiese Android-Trojaner kapern Smartphones (Quelle: t-online.de)
Das Sicherheitsunternehmen Kaspersky warnt vor einem fiesen Android-Schädling der vor allem in Europa sein Unwesen treibt. Der Trojaner namens Plankton schleicht sich über Gratis-Apps auf Smartphones und Tablet-PC ein und lotst seine Opfer auf bedrohliche Internetseiten. Dabei seien sogar Nutzer der offiziellen Downloadplattform für Android nicht sicher, warnt Kaspersky in seinem Sicherheitsbericht für 2012.
Der Android-Trojaner Plankton wurde erstmals 2011 von US-Wissenschaftlern an der Universität von North Carolina entdeckt. Inzwischen treiben bereits mehrere Varianten des Schädlings wie Android.Plankton.1 oder auch Trojan.AndroidOS.Plangton.b ihr Unwesen. Die Vorgehensweise ist dabei immer gleich: Der Trojaner umgeht die Sicherheitsschranken in Googles offiziellen App-Store Google Play, indem er sich als kostenlose App ohne offensichtlichen Schadcode tarnt. Dabei tauschen die Kriminellen immer wieder die Programme aus, mit denen sie die Anwender in die Falle locken. Mal ist es ein Gratis-Spiel, mal eine Taschenlampen-App oder ein Gratis-e-Book.
Erst nachdem die App auf den Smartphones ihrer Opfer installiert ist, lädt Plankton das eigentliche Schadprogramm heimlich im Hintergrund nach. Ist der Schadcode des Android-Trojaners komplett, spioniert Plankton persönliche Daten wie zum Beispiel besuchte Internetseiten, Lesezeichen, IP-Adresse und Seriennummer des Smartphones aus. Zudem ändert das Schadprogramm die Startseite des Android-Browsers und blendet Werbeanzeigen ein. Die größere Gefahr geht jedoch von potentiellen Phishing-Seiten aus, auf die Plankton mobile Internetnutzer heimlich umleitet. So können Kriminelle sensible Daten wie Bankinformationen oder Kreditkartendaten abgreifen.
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Seit längerem warnen Sicherheitsexperten, dass die Zahl der Schadsoftware für mobile Geräte rapide wächst. "Insgesamt haben wir 2012 über 35.000 bösartige Android-Programme entdeckt", schreiben Kaspersky-Experten in ihrem Jahresbericht. 99 Prozent der Smartphone-Trojaner richten sich gegen Android. Plankton befinde sich auf knapp 20 Prozent aller infizierten Android-Geräte. Die Analyse basiert auf anonymisierten Nutzerdaten aus Kasperskys Sicherheitsnetzwerk.
Obwohl sich Schadprogramme auch bei Google Play wiederholt einschleichen konnten, bergen inoffizielle Download-Plattformen ein deutlich höheres Risiko für eine Trojaner-Infektion. Um Smartphone und Tablet-PC vor Schädlingen wie Plankton zu schützen, sollte auf den Geräten stets eine aktuelle Antiviren-Software laufen. Phishing-Fallen lassen sich zudem über die Adresszeile des Internetbrowser entlarven. Bietet der Internetauftritt keine gesicherte Verbindung ("https://") oder zweifeln Sie an der Richtigkeit der Internetadresse, sollten Sie keine persönlichen Daten eingeben.
Quelle: t-online
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