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Online-Banking: So entlarven Sie üble Tricks von Kontodieben

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Online-Banking

So entlarven Sie die üblen Tricks der Kontodiebe

| Christian Fenselau

So schützen Sie sich vor Banking-Trojaner (Quelle: t-online.de)

So schützen Sie sich vor Banking-Trojaner (Quelle: t-online.de)

Online-Banking ist bequem, einfach und geht schnell. Doch bei vielen Bankkunden machen sich bei Geldgeschäften im Internet Zweifel breit, einige trauen dem Online-Banking gar nicht und gehen nach wie vor zur Bank-Filiale. Fremde könnten Kontonummer, TAN und PIN ausspähen und das Geld auf ihre Konten leiten. Wir erklären, wie sicher Online-Banking ist und was Sie dringend beachten müssen.

Das Wichtigste vorweg: Nur ein sicherer Computer taugt auch für sicheres Online-Banking. Die wichtigsten Grundvoraussetzungen dafür sind:

  • ein aktiver Virenschutz mit aktuellen Virensignaturen
  • ein Betriebssystem auf neuestem Stand
  • eine geschützte Internetverbindung

Sind eine oder gar mehrere dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, bietet Ihr PC Einfallstore für Schadsoftware. Mit einem Trojaner ließen sich beispielsweise Programme installieren, die Tastaturbefehle protokollieren – so brauchen Kriminelle nicht einmal Passwörter knacken.

Der sicherste PC nützt nichts

Der sicherste PC oder das neueste Smartphone nützt jedoch nichts, wenn der Schutz mit einem eigens installierten Virus ausgehebelt wird. Das muss nicht absichtlich passieren: Fast jeder dürfte schon mehrmals ungefragt dubiose E-Mails mit Anhang bekommen haben, meist mit unbekanntem Absender.

Im Anhang schlummert meist etwas anderes als das Versprochene; wer ihn öffnet, holt sich den Schädling selbst auf die Festplatte. Um- und vorsichtiges Handeln gehört bei der täglichen Internetnutzung genauso dazu wie ein aktiver Virenwächter.

Einfach zu vermeiden: Phishing

Auch Phishing ist eine beliebte Methode der Kriminellen. Online-Gauner können E-Mails bauen, die denen der Geldinstitute täuschend ähnlich sehen. Werden dann Bankdaten eingegeben, landen diese direkt bei den Betrügern. Doch das ist noch nicht alles.

Eine Phishing-Mail enthält immer einen direkten Link zu einer Internetseite, die der Bankseite gleicht. Doch das Linkziel ist ein anderes. Es ist daher immer sicherer, die WWW-Adresse der eigenen Bank direkt in die Adresszeile einzutippen oder von einem gespeicherten Lesezeichen abzurufen.

Mit einem Blick sollte zusätzlich die Korrektheit der Adresse überprüft werden, denn Schadsoftware ist auch dazu imstande, dem Browser ein falsches Lesezeichen unterzujubeln. Einer Verlinkung aus einer empfangenen E-Mail heraus sollten sie grundsätzlich nicht trauen.

Banking mit dem Smartphone

Unterwegs mit dem Smartphone ist Banking auch mit dem Handy machbar – mTAN sei Dank. Doch für das sichere Online-Banking mit dem Smartphone gilt dasselbe wie für den PC, denn auch für Smartphones gibt es Trojaner, die Eingaben abfangen können. Auch hier ist es fahrlässig, Bankgeschäfte über ein unverschlüsseltes Netzwerk zu übertragen. Insbesondere in öffentlichen WLAN-Netzen besteht diese Gefahr.

Banking-Apps

Viele Banken bieten eigene Apps fürs Online-Banking. Der Vorteil einer App ist die angepasste Bildschirmgröße. Anstatt einer großformatigen, unübersichtlichen Internetseite beschränkt sich die Darstellung in einer App auf das Notwendigste. Achten Sie beim Herunterladen darauf, dass die App tatsächlich von Ihrer Bank oder Sparkasse stammt. Gerade in ungeprüften App-Stores könnten auch gefälschte Apps auf Opfer warten.

Bankgeschäfte am fremden PC

An einem fremden Computer sollten Sie Bankgeschäfte nur in Ausnahmefällen erledigen. Beim PC am Arbeitsplatz im Büro sollte, sofern im Dienst Online-Banking erlaubt ist, im Browser der Privatmodus aktiviert sein, damit keine Spuren hinterlassen werden, die Dritte zu Ihrem Schaden auslesen könnten.

Ist der PC öffentlich zugänglich, etwa in einem Internet-Café, sollten Sie dringend von Online-Bankgeschäften absehen. Sie können nicht wissen, ob der dortige PC vielleicht infiziert oder das dortige Netzwerk, in dem er hängt, abhörsicher ist.

Fazit: So ist Online-Banking sicher

Ein abgesicherter, virenfreier PC, der via Netzwerkkabel oder verschlüsseltem WLAN mit dem Internet verbunden ist; dazu Vorsicht bei dubiosen E-Mails – dann kann kaum noch etwas schiefgehen.

Sind Sie unterwegs und wollen mit einem Smartphone oder Tablet-PC Bankgeschäfte tätigen, ist größere Vorsicht geboten. Dabei wäre es möglich, dass jemand die Tastatur-Eingaben abfängt und Transaktionen umleitet.

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| Christian Fenselau

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