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Vodafone gesteht Datendiebstahl: Was Kunden zu befürchten haben

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Hacker-Angriff auf Vodafone

Das haben Betroffene des Datendiebstahls zu befürchten

13.09.2013, 13:42 Uhr | Sebastian Weber, dpa

Mit den zwei Millionen Datensätzen von Vodafone-Kunden, die Hacker erbeutet haben, können sie vermutlich nicht viel anfangen. (Quelle: imago\Sabine Gudath/sepp spiegl/Montag)

Hacker haben Datensätze Vodafone-Kunden gestohlen. Viel anfangen können sie damit aber nicht. (Quelle: Sabine Gudath/sepp spiegl/Montag/imago)

Name, Geburtsdatum, Kontonummer und Bankleitzahl sowie Geschlecht des Kunden, diese Daten haben Hacker von Vodafone erbeutet, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Etwa zwei Millionen Kunden sind betroffen. Doch welchen Schaden können die Verbrecher mit diesen Informationen anrichten?

Der einfachste Weg für die Hacker wäre, die gestohlenen Bankdaten dazu zu nutzen, im Internet per Bankeinzug zu bezahlen. Bei diesen Vorgängen überprüfen Online-Händler selten, ob die Identität des Kunden mit der des Kontoinhabers übereinstimmt. Es ist deshalb für Betroffene ratsam, die Kontoauszüge genau zu kontrollieren. Sobald Ungereimtheiten auffallen, genügt ein Anruf bei der Bank, um das abgebuchte Geld zurückbuchen zu lassen.

In der Regel räumen Finanzinstitute hierfür eine Frist von sechs Wochen ein. Der geprellte Händler steht außerdem in der Beweispflicht, dass der Eigentümer des Kontos auch Kunde war. Kann er das nicht, hat er den Schaden und trägt die Gebühren der Bank.

Hacker könnten selbst Geld abbuchen

Das gleiche gilt, falls die Hacker selbst per Lastschrift versuchen, das Konto leer zu räumen. Für diesen Schritt hätten die Verbrecher zunächst eine Hürde bei der Bank zu nehmen. Denn generell lässt sich Geld nicht ohne Weiteres von fremden Konten abbuchen. Hierfür ist eine Lastschrift-Vereinbarung mit der Bank notwendig.

Hätten die Hacker diese in der Tasche und würden Geld abbuchen, könnte der Betroffene wiederum die Buchung wie oben erwähnt in Absprache seiner Bank zurückbuchen lassen. In diesem Fall würden die Kriminellen also eher Verlust machen.

PayPal als Umweg

Denkbar wäre auch, dass die Hacker versuchen, die erbeuteten Konten bei PayPal zu registrieren und so eine Shopping-Tour auf fremde Kosten unternehmen. Doch auch hier brauchen sich die Betroffenen keine Sorgen zu machen.

Sobald ein Nutzer bei PayPal ein neues Bankkonto einrichtet, überweist der Finanzdienstleister einen kleinen Betrag auf das hinterlegte Konto und versieht dieses mit einem vierstelligen PIN-Code. Diesen wiederum muss der Nutzer dann zur Verifizierung auf der Internetseite von PayPal eingeben. Erst dann kann das Bankkonto mit dem PayPal-Account verknüpft genutzt werden. Ohne Zugriff auf die Kontoauszüge oder ohne Online-Banking-Zugang haben die Betrüger also schlechte Karten.

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Größte Gefahr geht von Phishing-Mails aus

Am wahrscheinlichsten ist deshalb, dass die Hacker versuchen, die erbeuteten Daten auszubauen und zu vervollständigen. Vodafone warnt die Betroffenen deshalb vor gefälschten E-Mails. Diese könnten zum Beispiel Links zu gefälschten Online-Banking-Internetseiten beinhalten, über welche die Betrüger versuchen PINs und TANs der Ausgespähten zu erlangen, um damit Geld über das echte Online-Banking-Portal zu überweisen.

Besonders tückisch könnten diese Phishing-Mails im aktuellen Fall deshalb sein, da die Hacker sowohl den vollen Namen als auch das Geburtsdatum der Opfer kennen und ihre E-Mail-Fallen somit noch authentischer wirken lassen können, als üblicher Weise.

So schnell knacken Hacker Ihr Passwort

Betroffene sollten deshalb hier künftig genau prüfen, ob vermeintliche E-Mails ihrer Bank oder von Vodafone echt sind. Gefälschte Nachrichten lassen sich in den meisten Fällen einfach erkennen, da die hinterlegten Links schnell erkennen lassen, dass die Internetseite nicht echt ist.

Wer sich dennoch nicht sicher ist, der sollte nach einer E-Mail seiner Bank besser im Browser selbst die Adresse des Kreditinstituts ansteuern, statt Links in versendeten Nachrichten zu benutzen. Davon abgesehen sollten Verbraucher generell nie sensible oder persönliche Daten preisgeben, wenn sie per E-Mail dazu aufgefordert werden. Echte Geldinstitute würde ein solches Vorgehen nie wählen.

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Wer ist betroffen?

Vodafone informiert betroffene Kunden per Brief über den Datenklau. Wer jedoch sicher gehen möchte, dem bietet Vodafone die Möglichkeit, auf einer eigens eingerichteten Seite abzufragen, ob seine Kundendaten von den Hackern erbeutet wurden oder nicht. Außerdem hat Vodafone eine Hilfeseite mit Hinweisen für Opfer der Hacker eingerichtet, auf der der Mobilfunkanbieter Ratschläge gibt, was es zu beachten gibt und wie man sich verhalten sollte.

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13.09.2013, 13:42 Uhr | Sebastian Weber, dpa

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