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Hacker drucken in Universitäten Hetzparolen aus

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Hackerangriff auf deutsche Unis  

Drucker spucken rassistische Hetze aus

21.04.2016, 18:12 Uhr | dpa, t-online.de

Hacker drucken in Universitäten Hetzparolen aus. Hacker haben Kopierer und Netzwerkdrucker an Universitäten manipuliert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hacker haben Kopierer und Netzwerkdrucker an Universitäten manipuliert. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hacker haben Netzwerk-Drucker und Kopierer mehrerer deutscher Hochschulen manipuliert. Aus den Druckern liefen Hetzschriften mit rassistischem und antisemitischem Inhalt. Nun ermittelt der Staatsschutz.

Betroffen waren unter anderem die Universitäten von Bonn, Bremen, Erlangen-Nürnberg, Hamburg, Koblenz-Landau, Lüneburg, Münster und Tübingen. "Netzwerkdrucker und Kopierer spuckten wie von Geisterhand rassistische und antisemitische Pamphlete aus", sagte der Sprecher der Tübinger Universität, Karl Rijkhoek, und bestätigte einen Bericht des "Hamburger Abendblatts". 

Nach ersten Erkenntnissen drangen eine oder mehrere Personen aus dem Ausland in die Drucker-Netzwerke in Tübingen ein. An der Universität habe es am 20. April 190 Ausdrucke gegeben. Manche Drucker seien mehrfach angesteuert worden. Einen vollständigen Überblick gebe es noch nicht. Die Sicherheitslücke sei mittlerweile geschlossen worden.

Wirre Thesen in schlechtem Deutsch

Auf den Pamphleten sei ein Text mit großen Buchstaben in schlechtem und fehlerhaftem Deutsch abgedruckt, sagte Rijkhoek. Der Text wende sich gegen Menschen jüdischen Glaubens und Menschen, die nicht der "weißen Rasse" entsprechen. "Es sind diverse krude Thesen, die teils in Frageform, teils in Behauptungen verbreitet werden."

Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Der Rektor der Universität, Bernd Engler, erstattete Anzeige bei der Polizei. Das Dezernat Staatsschutz des Polizeipräsidiums Reutlingen ermittelt nun wegen Volksverhetzung gegen Unbekannt. Auch die Uni Hamburg hat nach Angaben eines Sprechers Strafanzeige erstattet. "Insgesamt waren zehn Systeme betroffen, es wurde jeweils eine Seite ausgedruckt", sagte er.

An der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn waren den Angaben zufolge die Institute der Asienwissenschaften und Theologie betroffen. An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist eine zweistellige Zahl von Druckern gehackt worden. Ein Uni-Sprecher sagte, Drucker seien weniger gesichert und daher anfälliger für Hackerangriffe.

Hacker-Attacke an Hitlers Geburtstag

Die Drucker-Attacke fiel auf den von Neo-Nazis gefeierten Geburtstag Adolf Hitlers. Die Angreifer nahmen sich offenbar den amerikanischen Hacker Andrew Auernheimer, auch als "Weev" bekannt, zum Vorbild. Dieser hatte erst im März mit einer sehr ähnlichen Attacke auf mehrere US-Hochschulen geprahlt.    

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