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"Spam-König" muss ins Gefängnis: 500.000 Facebook-Profile gehackt

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500.000 Profile gekapert  

Unverbesserlicher "Spam-König" muss ins Gefängnis

17.06.2016, 16:08 Uhr | Melanie Ulrich, t-online.de

"Spam-König" muss ins Gefängnis: 500.000 Facebook-Profile gehackt. So inszenierte sich "Spam-King" Sanford Wallace im Jahr 1997. (Quelle: AP/dpa/Archivbild)

So inszenierte sich "Spam-King" Sanford Wallace im Jahr 1997. (Quelle: Archivbild/AP/dpa)

Profi-Spammer Sanford Wallace muss wegen drei groß angelegter Phishing-Attacken für 2,5 Jahre ins Gefängnis und eine Strafe von umgerechnet rund 276.000 Euro zahlen. Der 47-Jährige wurde in seiner bereits 25 Jahre andauernden "Spammer-Karriere" schon zu einigen Strafen verurteilt.

In den Jahren 2008 und 2009 hatte der US-Amerikaner aus Las Vegas über die Messaging-Funktion von Facebook Spam an mehr als 27 Millionen Facebook-Nutzer verschickt. Dafür soll er sich illegal Zugang zu rund 500.000 Facebook-Konten verschafft haben.

Facebook-Freunde missbraucht

Eine von Wallace selbst entwickelte Software loggte sich selbstständig in Facebook-Accounts ein, las deren Freundesliste aus und postete im Namen der Nutzer bei allen Freunden Werbebotschaften mit verschiedenen Links. So ergaunerte der Profi-Spammer einerseits persönliche Daten wie E-Mail-Adressen und Passwörter der Nutzer. Andererseits ließ er sich von den Seitenbetreibern bezahlen, auf deren Seiten er die Nutzer leitete.

Ein kalifornisches Bezirksgericht verurteilte den geständigen Wallace nun wegen mehrfachen Betrugs und Hacking zu einer 30-monatigen Haftstrafe und einer Entschädigung von 310.628,55 Dollar (rund 275.000 Euro). Anschließend steht er fünf Jahre unter sogenannter Führungsaufsicht.

Spammer hat langes Strafregister

Es ist nicht die erste Strafe, die sich Wallace in den vergangenen Jahren einhandelte. Das Netzwerk "MySpace" zog bereits vor Jahren gegen den Massenversender vor Gericht und bekam 2008 eine Entschädigung von insgesamt 234 Millionen Dollar zugesprochen. Zwei Jahre zuvor hatte ihn die US-Handelsbehörde FTC auf mehr als 4 Millionen Dollar verklagt.

Seine zweifelhafte Karriere begann Wallace einst mit dem Versand von Werbefaxen. Nach dem Aufkommen von E-Mails verlagerte er sich auf elektronischen Spam und machte mit dem selbstgewählten Namen "Spam-King" sogar Werbung für seine Dienste. Als soziale Netzwerke entstanden, machte er sich konsequent auch diesen Kanal zu Nutze.

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