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Neuer Hackerangriff auf das Team von Hillary Clinton - FBI ermittelt

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FBI ermittelt  

Neuer Hacker-Angriff auf Clintons Wahlkampfteam

30.07.2016, 15:14 Uhr | AFP

Neuer Hackerangriff auf das Team von Hillary Clinton - FBI ermittelt. Hillary Clinton drohen weitere Enthüllungen von Wikileaks. (Quelle: Reuters)

Hillary Clinton drohen weitere Enthüllungen von Wikileaks. (Quelle: Reuters)

Die US-Demokraten sind erneut Opfer eines Hackerangriffs geworden. Das Wahlkampagnenteam von Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton musste zudem eingestehen, dass bei einem früheren Angriff auch ihr Computersystem betroffen war.

Diesmal traf es das Wahlkampfkomitee der Partei im Repräsentantenhaus (DCCC). Die Bundespolizei FBI habe Ermittlungen eingeleitet und das Komitee arbeite an schärferen Sicherheitsvorkehrungen, erklärte Sprecherin Meredith Kelly. 

DCCC-Sprecherin Kelly erklärte, der jüngste Angriff ähnele der früheren Cyberattacke auf das E-Mail-System der US-Demokraten. Das Komitee bemühe sich um eine Erhöhung seiner Netzwerksicherheit und kooperiere mit den Bundesbehörden, erklärte sie. Das FBI erklärte, es sei in Kenntnis der Berichte und gehe den Hinweisen auf Hackerangriffe nach. Es ist noch unklar, an welche Informationen die Angreifer gekommen sein könnten.

Steckt Russland dahinter? 

Erst kürzlich waren die Demokraten Opfer eines Hackerangriffs geworden, bei dem tausende E-Mails erbeutet wurden. Die Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte die E-Mails anschließend und brachte damit die Parteiführung in Bedrängnis: Die E-Mails zeigten, wie sie die Wahlkampfkampagne des linken Bewerbers Bernie Sanders zugunsten von Clinton zu untergraben versucht hatte.

Die US-Führung schließt nicht aus, dass Russland hinter den Angriffen stecken könnte. Moskau weist das zurück.

Vor einigen Tagen veröffentlichte Wikileaks außerdem Tonbandaufnahmen der Partei, die offenbar erneut direkt von den Servern des Netzwerks des Demokratischen Nationalkomitees (DNC), also der zentralen Parteileitung, gehackt wurden. Auch in den Aufnahmen geht es um den Umgang der Partei mit den Präsidentschaftsanwärtern Clinton und Sanders.

Assange: "Wir haben noch mehr Material" 

Clintons Wahlkampagnenteam erklärte nun, dass den Hackern bei dem Angriff auf das DNC auch der Zugriff auf ein Programm zur Datenanalyse gelungen sei. Dieses werde auch von dem Wahlkampfteam genutzt, erklärte der Sprecher Nick Merrill. Das System werde derzeit von Experten untersucht - Hinweise auf eine Beschädigung des internen Systems gebe es aber bislang nicht.

Wikileaks-Gründer Julian Assange deutete im Gespräch mit dem Sender CNN weitere Enthüllungen über Clinton an. "Wir haben noch mehr Material zur Kampagne von Hillary Clinton", sagte er. "Das ist äußerst interessant." Die Systeme des DNC bezeichnete er als unsicher und anfällig für Angriffe.

Clinton war am Dienstag offiziell zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten gekürt worden. Sie tritt bei der Wahl gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump an.

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