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Yahoo: Daten von mindestens 500 Mio. Nutzern gestohlen

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Größter Datendiebstahl der Geschichte?  

Daten von mindestens 500 Millionen Yahoo-Nutzern gestohlen

23.09.2016, 10:37 Uhr | dpa

Yahoo: Daten von mindestens 500 Mio. Nutzern gestohlen. Die Yahoo-Zentrale in Sunnyvale, Kalifornien.  (Quelle: imago)

Die Yahoo-Zentrale in Sunnyvale, Kalifornien. (Quelle: imago)

Das könnte der größte Datendiebstahl der Geschichte sein: Dem Internet-Konzern Yahoo wurden Daten von mindestens einer halben Milliarde Nutzer entwendet. Unverschlüsselte Passwörter sollen nicht darunter sein - aber Namen und E-Mail-Adressen.

Es gehe auch um Telefonnummern, Geburtstermine und verschlüsselte Passwörter, teilte das US-Unternehmen mit. Es seien keine Passwörter im Klartext oder Kreditkarten- und Bankkonto-Informationen entwendet worden.

Die Angreifer seien derzeit nicht im Yahoo-Netzwerk, hieß es. Yahoo vermutet hinter dem Hack einen "Angreifer mit staatlichem Hintergrund" - so werden in den USA meist Hackergruppen mit Nähe zu russischen oder chinesischen Geheimdiensten bezeichnet. Der Angriff habe sich wahrscheinlich Ende 2014 ereignet.

Daten im Internet zum Kauf angeboten

Erste Berichte über einen Datendiebstahl bei Yahoo waren Anfang August aufgekommen, als Hacker behaupteten, Zugang zu 200 Millionen Profilen zu haben und einer von ihnen die angeblichen Nutzerdaten für weniger als 2000 Dollar im Internet zum Kauf anbot.

Dieser Hacker mit dem Namen "Peace" hatte zuvor schon Nutzerdaten des Online-Netzwerks MySpace und der Karriere-Plattform LinkedIn verkauft. Yahoo prüfte seitdem den Sachverhalt. Jetzt hieß es, man arbeite mit den Sicherheitsbehörden zusammen.

Wie sicher sind die Passwörter?

Die Frage ist nun, wie sicher die Passwörter verschlüsselt sind. Nach Informationen des "Wall Street Journals" kam dafür ein kryptografischer Algorithmus mit dem Namen MD5 zum Einsatz, der mit modernen Technologien geknackt werden könne.

Vor vier Jahren waren Yahoo rund 450.000 unverschlüsselte Passwörter gestohlen worden.

UMFRAGE
Wie oft ändern Sie Ihre Passwörter?

Diebstahl könnte Übernahme erschweren

Auch wenn die Angreifer die Passwörter nicht entschlüsseln und damit nicht in die Yahoo-Profile vordringen können, können sie auch Daten wie Namen und E-Mail-Adressen für gezielte Phishing-Nachrichten nutzen. Dabei werden Nutzern Passwort-Informationen abgeluchst oder Mails mit infizierten Links untergejubelt, über die dann Schadsoftware auf den Rechnern installiert wird.

Bei Yahoo könnte ein Datendiebstahl in dieser außergewöhnlichen Dimension auch den Verkauf des Web-Geschäfts an den Telekom-Konzern Verizon erschweren. Die Übernahme für gut 4,8 Milliarden Dollar war im Juli vereinbart worden.

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