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Zoff um Windows-Sicherheitslücke: Microsoft attackiert Google

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Zoff um Sicherheitslücke  

Microsoft: Google gefährdet Windows-Nutzer

02.11.2016, 11:55 Uhr | t-online.de

Zoff um Windows-Sicherheitslücke: Microsoft attackiert Google. Die Veröffentlichung einer neuen Sicherheitslücke in Windows macht Microsoft sauer.   (Quelle: imago/epd/ Montage:t-online.de)

Die Veröffentlichung einer neuen Sicherheitslücke in Windows macht Microsoft sauer. (Quelle: epd/ Montage:t-online.de/imago)

Die Sicherheitsforscher von Google haben eine Sicherheitslücke im Systemkern von Windows entdeckt, die Hacker bereits ausnutzen. Über die Schwachstelle bringen Kriminelle den PC unter ihre Kontrolle. Microsoft gefiel die Veröffentlichung überhaupt nicht.

Die neu entdeckte Schwachstelle in Windows baut auf der Sicherheitslücke CVE-2016-7855 in Adobes Flash Player auf. Angreifer können darüber aus der Ferne Schadcode auf fremde Rechner mit Windows 7, Windows 8.1 und Windows 10 schleusen. Über die zweite nun bekannt gewordene Lücke hebeln die Angreifer die Sicherheitseinstellungen im Betriebssystem aus, was den PC vollkommen ihrer Willkür ausliefert.

Google setzt Microsoft unter Druck

"Diese Schwachstelle ist besonders gefährlich, weil wir wissen, dass sie bereits ausgenutzt wird", schreiben die Sicherheitsforscher auf ihrem Blog. Es handelt sich daher um eine sogenannte Zero-Day-Lücke. Aus diesem Grund habe Google die Angaben zur Schwachstelle nicht länger zurückgehalten. Für gewöhnlich setzt Google den Herstellern eine Frist von 60 Tagen. Liegt eine Zero-Day-Lücke vor, informiert Google nach sieben Tagen die Öffentlichkeit. Die Nutzer sollen schließlich über akute Gefahren informiert sein.

Die Sicherheitsabteilung habe Microsoft nach eigenen Angaben bereits am 21. Oktober über das Windows-Leck informiert. Der Konzern habe seitdem aber weder mit einem Patch noch einer Sicherheitsanweisung reagiert.

Der Software-Riese hat sich allerdings auf eine Anfrage des Technik-Blog "VentureBeat" zur Veröffentlichung der Lücke geäußert: "Wir glauben an eine koordinierte Offenlegung von Sicherheitslücken, Googles Veröffentlichung setzt Nutzer einer potentiellen Gefahr aus", zitiert das Blog aus einer E-Mail von Microsoft. Das klingt alles andere als begeistert und tatsächlich ist Googles Informationspolitik umstritten: Eine Fehlerkorrektur an einem Plug-in für den Flash Player sei nicht so komplex wie an dem Systemkern von Windows, gibt "VentureBeat" zu bedenken. Sieben Tage seien dafür einfach zu knapp.

So schützen Sie sich

Es ist derzeit nicht bekannt, wann Microsoft ein Sicherheitsupdate für den Systemkern bereitstellen wird. Da ein Angriff über das Internet aber den Flash Player voraussetzt, sollten Windows-Nutzer diesen unbedingt aktualisieren. Adobe hat die Sicherheitslücke CVE-2016-7855 vorige Woche mit der Flash-Player-Version 23.0.0.205 geschlossen. Wie Sie den Flash Player aktualisieren, erklären wir in unserer Foto-Show.

Nachtrag vom 3.11.2016: Microsoft hat für den 8. November ein Update angekündigt, das die Lücke schließt.

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