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DDoS-Attacke: Hacker wollen ganze Nation vom Netz trennen

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Riesige Cyberattacke entdeckt  

Hacker wollen ganze Nation vom Netz trennen

04.11.2016, 15:47 Uhr | t-online.de

DDoS-Attacke: Hacker wollen ganze Nation vom Netz trennen. Die Ziele des berüchtigten Botnets Mirai werden immer größer. (Quelle: dpa/Symbolbild)

Die Ziele des berüchtigten Botnets Mirai werden immer größer. (Quelle: Symbolbild/dpa)

Es war nur ein Testlauf. Das macht die Cyberattacke, die der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont beobachtet hat, aber nicht weniger erschreckend. Eine einzelne Hackergruppe hat sich offenbar zum Ziel gesetzt, ganze Länder vom Netz zu nehmen – und feiert erste Erfolge.

In dem westafrikanischen Land Liberia waren in den vergangenen Tagen zahlreiche Internetseiten nicht erreichbar. Daran sei eine DDoS-Attacke von riesigem Ausmaß schuld, berichtet Beaumont auf seinem Blog. Unbekannte überfluteten die Internet-Server des Landes mit unzähligen Anfragen.

Liberia ist ein einfaches Ziel. Das Land ist über eine einzige Glasfaserleitung mit dem Rest der Welt vernetzt. Deshalb mussten die Hintermänner der DDoS-Attacke nur wenig Aufwand betreiben, um das liberische Internet in arge Bedrängnis zu bringen. Ein Netzwerk aus etwa 100.000 gekaperten Routern, IP-Kameras, Netzwerkfestplatten und Babyfonen reichte aus. Liberias Internetverkehr stieg während der Attacken auf mehr als 600 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) an, erklärte Beaumont der britischen Zeitung "The Guardian".

Botnetz Mirai wird zunehmend gefährlich

Der bisher größte bekannte DDoS-Angriff erreichte bis zu 1100 Gbit/s (1,1 Terabit pro Sekunde), war allerdings auf ein französischen Unternehmen gerichtet. Beide Angriffe gingen von dem selben Botnetz namens Mirai aus. Das Botnetz droht zu einer zunehmenden Gefahr zu werden, da sein Quellcode offen im Internet verfügbar ist. Derzeit kontrolliert Mirai etwa 1 Million Geräte.

Um in einem beliebigen Land das Internet außer Gefecht zu setzen, sei ein Angriff mit etwa 10 Terabit pro Sekunde nötig, will "The Hacker News" wissen. Mit dem stetig wachsenden "Internet der Dinge" (IoT) könnten DDoS-Attacken aber schnell die notwendige Kraft entfalten. Denn viele IoT-Geräte, zu denen IP-Kameras ebenso wie internetfähige Festplattenrekorder gehören, sind nicht ausreichend gesichert. So lässt sich die smarte Technik leicht mit Schadsoftware infizieren und in ein Botnet einhängen.

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