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Windows: Was XP über Sie verrät

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Windows  

Was XP über Sie verrät

| von Jörg Hofmann

Windows: Was XP über Sie verrät. Vorsicht, Windows sieht alles!

Windows XP entpuppt sich in vielerlei Hinsicht als notorischer Datensammler – zum Vorteil des Anwenders, sagt Microsoft. Auch wenn das Speichern mancher Daten Windows tatsächlich komfortabler macht: Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich neugierige Zeitgenossen anhand der eindeutigen Spuren ein Bild Ihres Nutzungsverhaltens verschaffen können. Wir verraten Ihnen, wo Windows Ihre Aktivitäten genau vermerkt und wie Sie die Sammelleidenschaft radikal eindämmen.

Ein Beispiel: Damit Benutzer ihre Digitalbilder bequem in Augenschein nehmen können, speichert XP die kleinen Vorschaubildchen – so genannte Thumbnails – in einer separaten Datei ab. Riskant, denn wird die Miniaturansicht für Ordner nicht ständig genutzt und aktualisiert, wandert die unsichtbare Datei Thumbs.db mit, als blinder Passagier im gezippten Mail-Anhang oder auf der gebrannten DVD. Über spezielle Bildbetrachter können neugierige Anwender diese Kontaktabzüge auslesen. Mit ein paar Klicks verhindern Sie, dass XP Ihre komplette Bildsammlung in Miniaturform ablichtet und weitergibt.

Geschwätziger Startbeschleuniger

Um häufig aufgerufene Anwendungen schneller in den Speicher zu laden, bedient sich XP der Prefetcher-Funktion. Die Dateien des Prefetchers liegen im Stammverzeichnis von Windows und werden immer an Ihr aktuelles Arbeitsverhalten angepasst. Wer sich um seine Anonymität sorgt, kann die Dateiverweise problemlos löschen. Unter Umständen verlangsamt dies den Bootvorgang etwas. Zusätzlich lässt sich die Starthilfe den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Big Brother Windows-Registry

In der Registrierungsdatenbank sammelt Windows haufenweise Informationen darüber, was der Anwender seit der Installation des Systems über das Startmenü und die Favoriten aufgerufen hat. Geöffnete und gespeicherte Dateien landen etwa im Registry-Schlüssel OpenSaveMRU, während alle jemals installierten Programme unter dem Schlüsselnamen ARPCache eine ständige Bleibe finden. Die Klick-Show zeigt, wie sich der Schrott aus dem Langzeitgedächtnis tilgen lässt. Auch die letzten Suchabfragen, etwa nach einem Dateinamen, merkt sich Windows genau. Und auch hier setzen Sie im eigenen System mit wenigen Mausklicks den Zensurstift an.

Sammelfreudige Arbeitsdateien

Dem nicht genug produziert jeder Lese- und Speichervorgang im laufenden Betrieb sehr viel Datenschrott. So deponieren etwa Anwendungen ihren Abfall bevorzugt im Temp-Ordner. Arbeitsdaten wie Passwörter und geöffnete Dokumente wandern dagegen in die Auslagerungsdatei, wo sie unter Umständen sehr, sehr lange liegen bleiben. Als wichtiger Bestandteil des Betriebssystems wird der Pagefile.sys-Datenbrocken normalerweise nicht gesäubert. Mit ein paar Klicks lässt sich Windows aber überreden, den virtuellen Staubbeutel nach jeder PC-Sitzung frei zu räumen – nach dieser Aufforderung zu mehr Gründlichkeit benötigt Windows allerdings auch etwas mehr Zeit zum Herunterfahren.

Gehirnwäsche für den Web-Browser

Auch der Internet Explorer merkt sich alle Eingaben, die der Benutzer beim Surfen eintippt. Ärgerlich ist dieses Verhalten meistens beim Aufrufen von Internetseiten über die Adressleiste. Besonders die eingetippten Webadressen werden Sie normalerweise durch das Leeren des Internet-Verlaufs nicht los, denn die stehen säuberlich aufgereiht in der Registry. Mit einem Registry-Hack, schalten Sie den umstrittenen Adressenfinder ab. Ebenfalls störend: die Autovervollständigung für Eingabefelder. Auch diese Marotte lässt sich dem Browser mit einem Eingriff in die Systemsteuerung rasch abgewöhnen.

Entsorgt, aber nicht gelöscht

Wer nach den Hinterlassenschaften einer älteren Windows-Sitzung sucht, wird meistens im Abfalleimer fündig. Was im Arbeitsalltag hilfsreich erscheint, entpuppt sich im privaten Bereich schnell als Spaßbremse. Denn das Betriebssystem kopiert Dateien in den Papierkorb, statt diese zu löschen. Erst mit diesem Eingriff in die Systemsteuerung gewöhnen Sie dem Rechner die eigenwillige Mülltrennung ab.

Verräterisches Startmenü

Wenn es um hochsensible Daten geht, ist auch die im Startmenü angezeigte "Liste der zuletzt verwendeten Dokumente" eher hinderlich als nützlich. Schließlich will nicht jeder ständig vor Augen haben, woran er gerade arbeitet. Die Sammlung geöffneter Dokumente und Programme lässt sich zwar unkompliziert aus dem Startmenü verbannen, dauerhaft aus dem elektronischen Gedächtnis streichen, lassen sich die Einträge jedoch nur über einen Eingriff in der Registrierungsdatei.

Geheimer Fahrtenschreiber – index.dat

Jeder Webbrowser speichert die aufgerufenen Seiten und Bilder auf der Festplatte. Windows protokolliert sogar doppelt. So verfügt der Internet Explorer nicht nur über einen Verlaufs-Ordner, sondern zusätzlich über einen Fahrtenschreiber: die index.dat. Hier steht, welche Internetseiten Sie mit dem Browser aufgerufen haben. Mit normalen Bordmitteln lassen sich die gespeicherten Informationen nicht entfernen. Erst mit einem Trick lässt sich die Kontrollfunktion täuschen und Sie können wieder bei Null beginnen. Wie das geht, zeigt Ihnen unsere Klick-Show.

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