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Computer-Fehler: Software-Panne verursacht Fehlalarm auf der ISS

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Fatale Computer-Fehler  

Software-Panne verursacht Fehlalarm auf der ISS

15.01.2015, 11:52 Uhr

Computer-Fehler: Software-Panne verursacht Fehlalarm auf der ISS. Eine Softwarepanne war schuld an einem Fehlalarm auf der ISS. (Quelle: dpa)

Eine Softwarepanne war schuld an einem Fehlalarm auf der ISS. (Quelle: dpa)

Software besteht aus Millionen Zeilen Programmcode. Und manchmal haben winzige Fehler darin drastische bis katastrophale Folgen. Raketen explodieren, Aktienmärkte brechen ein, Schiffe sinken oder es droht gleich der dritte Weltkrieg. Wir haben die peinlichsten und schlimmsten Software-Katastrophen für Sie zusammen gestellt.

Ein Alarm sorgte auf der Internationalen Raumstation ISS und auch im Kontrollzentrum auf der Erde für Entsetzen: Durch eine undichte Stelle sei Ammoniak ausgetreten und drohte, die Atemluft zu vergiften. Der Bereich um das vermeintliche Leck wurde abgesperrt, die Astronauten mussten in ein anderes Segment flüchten. Der Austritt von Ammoniak gilt – neben einem Brand und einem Druckabfall – als größte Gefahr für den Außenposten der Menschheit. Der gasförmige Stoff dient unter anderem zur Kühlung des Stromkreislaufs auf der ISS rund 400 Kilometer über der Erde. Doch die Aufregung war umsonst, es handelte sich um eine Software-Panne.

500 Milliarden vernichtet

Weil eine Software für den Börsenhandel eingegebene Verkaufsorder nicht schnell genug abarbeiten konnte, kam es 1987 zu einem Börsencrash mit einem Verlust von 22,6 Prozent an nur einem Tag. So wurden 500 Milliarden US-Dollar nur durch Programmierfehler vernichtet. Noch schlimmer: Hätte die Analysesoftware des Forschungssatelliten Nimbus 1978 ungewöhnliche Werte nicht als Messfehler behandelt und ignoriert, dann hätte die Nasa das Ozonloch in der Atmosphäre schon sieben Jahre früher entdeckt.

Als der britische Forscher Joe Farman 1985 das Ozonloch durch Bodenmessungen feststellte und Fachartikel darüber publizierte, kramte die NASA ihre archivierten vermeintlichen Messfehler aus dem Datenkeller und bestätigte Farmans Entdeckung.

Dritter Weltkrieg verhindert

Im Jahr 1983 meldet ein russischer Spionagesatellit, dass in den USA fünf Interkontinentalraketen in Richtung UDSSR abgeschossen wurden. Der diensthabende Oberstleutnant Stanislaw Petrow aber war skeptisch und fragte sich, warum die USA nur mit lächerlichen fünf Raketen angreifen. Er vermutete einen Fehlalarm und verzichtete auf einen russischen Gegenschlag.

Gut so, er hat damit den dritten Weltkrieg verhindert. Die Auswertungssoftware des Spionagesatelliten hatte reflektiertes Sonnenlicht in den Wolken über der Malmstrom Air Force Base als Raketenstarts fehlinterpretiert.

Winzige Fehler mit riesigen Folgen

Eine Software wird von Menschen programmiert und dabei passieren mitunter Fehler. Manchmal hat nur ein winziger Tippfehler schon fatale Folgen. So auch beim ersten Software-Gau der Geschichte. Ein Programmierer hatte einen sogenannten Hochstrich in einer Berechnung vergessen.

Die kleine Ursache zeigte große Wirkung, denn die Weltraumrakete Mariner 1 der Nasa kam am 22. Juli 1962 nach dem Start vom Kurs ab und musste gesprengt werden. Der winzige Softwarefehler führte zu Fehlberechnungen der Steuerungssoftware und verursachte die Kursabweichungen.

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