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Mozilla Firefox und Opera profitieren von Sicherheitslücke im Internet Explorer

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Gestiegene Download-Zahlen

Alternative Browser profitieren von Lücke im IE

21.01.2010, 11:52 Uhr | Sascha Plischke

Alternative Browser profitieren von Lücke im IE. Internet Explorer in Not: Firefox und Opera profitieren von Sicherheitslücke (Montage: t-online.de).

 

Der einen Freud ist des anderen Leid: Weil der Internet Explorer derzeit von einer schweren Sicherheitslücke geplagt wird, schnellen die Download-Zahlen von Alternativ-Browsern wie Mozilla Firefox oder Opera in die Höhe. Allein in Deutschland haben 300.000 Anwender mehr den Firefox heruntergeladen als sonst im vergleichbaren Zeitraum. Damit dürfte der Marktführer in Deutschland seinen Vorsprung ausgebaut haben - und noch mehr in den Fokus von Online-Kriminellen rücken.

Grund für den explosiven Anstieg dürften auch vor allem Sicherheitswarnungen vor dem Internet Explorer von Regierungsbehörden in aller Welt gewesen sein. Nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke im Internet Explorer durch einen Hacker-Angriff auf Google und andere Unternehmen hatten unter anderem das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als auch die vergleichbare französische Behörde CERTA vor dem Internet Explorer gewarnt und bis zur Veröffentlichung eines Patches durch Microsoft die Verwendung anderer empfohlen. Später veröffentlichte auch die australische Regierung eine entsprechende Empfehlung.

Download-Rekorde bei Firefox und Opera

Knapp 600.000 Mal wurde Firefox zwischen dem 15. und 18. Januar von den Servern von Mozilla abgerufen – das sind etwa doppelt so viele Downloads wie sonst in einem vergleichbaren Zeitraum. "Im Verlauf der vergangenen Tage gab es einen gewaltigen Anstieg bei den Downloads von Firefox durch IE-Nutzer", schreibt Ken Kovash, Chefstatistiker von Mozilla, im hauseigenen Blog. Auch der norwegische Browser-Hersteller Opera verzeichnet neue Download-Rekorde. In Australien seien die Abrufe um 40 Prozent gestiegen, in Deutschland hätten sie sich sogar verdoppelt, so Firmenangaben.

Umstieg auf Alternativbrowser nicht immer sinnvoll

Dabei sei der Umstieg auf einen alternativen Browser nicht unbedingt sinnvoll, sagen Sicherheitsexperten. "Jeder Browser hat verwundbare Stellen", sagt etwa Richie Lai, der für den Sicherheitsdienstleister Qualys Software auf Schwachstellen überprüft. "Anstatt den Leuten zu empfehlen, vom Internet Explorer zu wechseln, sollte die Botschaft eher sein, stets den aktuellsten Browser zu verwenden, sei es nun der IE8 oder Firefox." Diesen Standpunkt vertritt auch Microsoft. Das Unternehmen hatte sich gegen die Aufforderung der Behörden zum Wechsel gewehrt und ebenfalls empfohlen, einfach die aktuellste Version des Internet Explorers zu installieren.

Firefox gerät in den Fokus von Online-Kriminellen

Tatsächlich könnte die wachsende Beliebtheit von alternativen Browser kuriose Folgen haben. Online-Kriminelle konzentrieren sich bei der Suche nach Schwachstellen und deren Ausbeutung stets auf den am meisten verwendeten Browser. Derzeit ist das weltweit der Internet Explorer in den Versionen 6, 7 und 8. In Deutschland ist der Firefox jedoch schon jetzt öfter im Einsatz als der Internet Explorer 7 für sich genommen – Tendenz steigend. Damit werden Angriffe auf diesen Browser auch für Kriminelle immer interessanter. Hier kann nur Lais Empfehlung helfen: Einen kompletten Schutz wird es nie geben, aber die Installation der stets aktuellsten Browser-Version und aller Sicherheits-Patches kann die Abwehrkräfte gegen Angriffe zumindest stärken.

DownloadMozilla Firefox bei Softwareload

 
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